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CinemaxX Hannover Raschplatz

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 Betreff des Beitrags: LEGION (09.03.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.03.2010, 17:25 
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Sneakmaster
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Registriert: Mo, 14.04.2003, 14:05
Beiträge: 4211
Wohnort: Hannover
Hallo! Liebe Sneaker!

Hier könnt Ihr wieder Eure ganz persönliche Kritik zum Sneakfilm der Woche loswerden.

Mit "Legion" gab es diese Woche einen Sci-Fi-/Horrorfilm in unserer Sneak.

Vergesst bitte nicht, Eure Kritik mit einer Schulnote von 1 bis 6 (Zwischennoten sind erlaubt) zu beenden!

In diesem Sinne

Euer Obersneaker

Heiko :biggrin:

Bitte beachten, dass nicht nur Give Aways an einige Kritiker verteilt werden, sondern auch jede Woche zwei Kritiker mit der "Kritik der Woche" eine Freikarte für die nächste Sneak erhalten. Besonders fleissige Kritikenschreiber haben auch 2010 die Möglichkeit, eine Jahreskarte zu gewinnen.

    _________________
    KINO - EIN ERLEBNIS, DAS MAN NICHT KOPIEREN KANN!


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 09.03.2010, 22:24 
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    Registriert: Di, 23.06.2009, 21:54
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    Wohnort: Uetze
    Von mir keine Note. Bin zwar nicht gleich nach Einblendung des Verleihers gegangen (was war das denn bitte, und dann der Spruch "10 Jahre Sneak und kein vernünftiger Film"???) sondern erst nach ca. 1 Stunde (liegt aber an meiner Zugverbindung)
    Möchte aber trotzdem sagen, dass diese Stunde ausreicht, um zu dem Urteil zu gelangen, dass dieser Film nur etwas für die hinterste Ecke der Videothek mit "Trash-Horror" Filmen ist. Dieser Film dürfte auch nur bei den Anhängern dieses Genre Gefallen finden

    _________________
    Nicht alles was der Kardassianer sagt hat er auch so gemeint ;-)


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 09.03.2010, 22:45 
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    Registriert: Di, 19.01.2010, 10:35
    Beiträge: 1
    Nach dem Trailer für Legion war ich Feuer und Flamme und war richtig begeistert als der Film anfing.
    Leider ebbte diese Begeisterung auch schnell ab nachdem etliche Szenen mich an "I am Legend" erinnerten.
    Diese "Zombie"-Szenen fand ich völlig unpassend zum Film und irgendwie lächerlich.
    Das umgedrehte Kreuz kam mir irgendwie stark aus "der Exorzist" bekannt vor und war auch deplaziert.
    Einzig die letzte Viertelstunde hat aber doch noch einiges wieder gut machen können, auch wenn die Engel mich doch sehr an Dogma erinnert haben.

    Daher von mir die Note: 3


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 09.03.2010, 22:51 
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    Filmschauspieler
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    Registriert: Mo, 24.09.2007, 21:26
    Beiträge: 508
    Wohnort: Planet Erde
    "Legion" war bei weitem nicht trashig genug. Eine Mischung aus "God's Army" und "Feast" (oder der zweiten "From Dusk till Dawn"-Hälfte) hätte es werden können. Rausgekommen ist ein "30 Days of Night"-Klon mit Engeln, der sich selber viel zu Ernst nimmt.

    Für einen Fantasy-Actionfilm mit Horror-Einsprengseln tauschen die verbarrikadierten Menschen zu viele bedeutungsschwangere Dialoge aus, die ins storytechnische Nichts führen. Da das Drehbuch keine wirkliche Tiefe und auch keine logischen Erklärungen beinhaltet, wirken die ausgewälztn Dialogpassagen wie Füllmaterial um den Film auf Kinolänge zu strecken.

    Die darstellerischen Leistungen sind nicht schlecht, wobei aber auch selbstredend niemand gefordert wird. Trotzdem fällt insbesondere Dennis Quaid als besonders gelangweilt auf. Der brauchte wohl das Geld.

    Auch die Aktion reißt heute niemanden vom Hocker und echten Grusel sucht man auch vergeblich (wobei die Szenen mit dem gehbehinderten Muttchen mir doch irgendwie gefallen haben).

    Dennoch hätte mir sowohl strikt intelligenter Grusel, als auch überster Metzel-Trash besser gefallen. Mit Rücksicht auf das in der Sneak unterbesetzte Genre, dass ich etwas unterstützen möchte gebe ich gerade noch eine (überbewertete)
    3-

    _________________
    Meine Freiheit heißt, daß ich Geschäfte machen kann.
    Und deine Freiheit heißt, du kriegst bei mir einen Posten.
    Und da du meine Waren kaufen mußt, stell ich dich bei mir an.
    Dadurch verursacht deine Freiheit keine Kosten.

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    Wenn dir das vielleicht nicht logisch vorkommt, denk an eines bloß:
    Ohne meine Freiheit bist du arbeitslos!


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 09.03.2010, 23:11 
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    Kabelträger
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    Registriert: Mi, 10.02.2010, 23:09
    Beiträge: 5
    Der Film hat viel versucht und davon nur sehr wenig richtig hin bekommen.
    Die Engel waren definitiv cool aber nicht cool genug.
    Die Besessen waren eher deplatziert und naja zum Sinn und der Logik sagen wir am besstem " die Wege des Herren sind unergründlich".
    Aber es waren nette Ideen dabei und die Aktion war ebenfalls nicht schlecht aber zu wenig ,bei den Dialogen war es genau so, wenn der Film sich wirklich auf eine der beiden Dinge hätte stützten wollen.
    Ich würde dem Film trotzdem noch eine2- geben.


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 10.03.2010, 00:19 
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    Filmschauspieler
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    Registriert: Mi, 22.07.2009, 08:26
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    Wohnort: Linden - Mitte
    Am heutigen Abend gab es für uns einen Endzeit Thriller mit theatralisch aufsetzender Moral.

    Ein Film der die Unfähigkeit der Menschen aufgreift, das eigene Leben und solches Anderer zu schätzen.
    In einer Welt in der Hass, Tod und Starrsinn herrschen entsendet Gott seine Engel um diesem ein Ende zu bereiten.
    Und die Bedeutung des Engels wird hier wörtlich genommen. Engel, welches sowohl im lateinischem wie auch griechischem "Bote" bedeutet bezeichnet auch in Legion einen Boten. Der Engel als solcher entsand um der Welt aufzuzeigen dass sie einen Fehler begannen hat.

    Doch was erwartet nun den Zuschauer?
    Tatsächlich erhält man mit Legion einen eher mittelprächtigen Versuch, ein moralisches Exempel zu statuieren.
    Die Idee Gottes Strafe der Bibel in einer Neuzeitversion zu verfilmen ist angesichts der weltweit umgreifenden Thematik (Die Bibel als meistverkauftes Buch der Welt scheint hier der beste Multiplikator zu sein) äußerst spannend. Gerade in einer Zeit in der Gottes Existenz aufgrund der schweren sozialen Verhältnisse untereinander eher zweifelhaft ist, rüttelt Legion durch seine These, dass der Mensch sein Leben nicht schätzt, besonders auf. Wir haben also beste Voraussetzungen für einen Film, der inhaltlich fesselt.

    Dieser Punkt wird zu Beginn des Films auch reich detailliert beleuchtet und stillt fürs erste den Durst nach Wissen.
    Auch wenn es Filme wie diesen bereits schon öfter gegeben hat, erhält man den Eidnruck, eine völlig neue These vorgesetzt zu bekommen. Leider trügt dieser Eindruck recht bald, denn die detaillierten Informationen verwickeln sich mit fortlaufendem Geschehen immer mehr ineinander, werden unglaubwürdig und inhaltlich inkonsequent. So ist es kaum zu verstehen, dass zum Ende des Films die 3 Überlebenden ohne einen Kratzer das Geschehen durch die Hintertür verlassen können, wo doch zuvor kein Ausweg schien. Durch diese Inkonsequenz verliert der Film an Glaubwürdigkeit und vermittelt einem das Gefühl ein Ende vorgesetzt zu bekommen, dass weder durchdacht noch besonders spektakulär ist.

    Auch das offene "Happy End" lässt einem das zuvor erlebte quer im Magen liegen. Es scheint viel zu simpel, als das man mit einem zufriedenem Gefühl den Kinosaal verlässt. Wo man zuvor die inhaltlichen Details über Gottes Zorn bewundert hat, fragt man sich am Ende wieso dieses Baby die Welt hätte retten sollen und gerade dieses eine Baby Gottes Hoffnung zurückkehren lassen soll. Diese Informationen werden leider nicht geliefert und lassen den Film gänzlich Lückenhaft wirken. Alles in allem ergibt der Film nur recht wenig Sinn.
    Zwar ist man in der Versuchung über sein eigenes Handeln nachzudenken, jedoch fällt es einem besonders schwer dem Film dieses zuzusprechen.

    Doch was genau hat dieser Film nun?
    Beeindruckend ist die Auswahl der Filmmusik. So bekommt der Zuschauer ein kraftvolles Werk, welches durch ein gekonntes Zusammenspiel aus harten Klängen und weichen Tönen ein perfekt gemischtes Gesamtwerk abliefert, dass jegliche Situation, ob Kampf oder Emotionalem Höhenpunkt perfekt abrundet. Dieses ist besonders auffällig und dem Film eindeutig zuzusprechen.

    Auch die Gestaltung der Kostüme ist gelungen. Zwar erinnert die Aufmachung eher an römische Legionäre (Was vermutlich gewollt ist) jedoch im Zusammenspiel mit den detailgetreuen schwarzen Flügeln erhält man ein Werk, dass man sich durchaus gerne anschaut. (Besonders das weibliche Publikum erhält mit den Engeln einen kleinen Lichtblick). Auch die aufwendig gestalteten Tatoos, geben den Engeln ein markantes Aussehen, dass keineswegs störend empfunden wird.

    Der einzelne Cast ist fein säuberlich ausgewählt. Die schauspielerischen LEistungen wirken alle befriedigend. Wirklich herausstechen tut jedoch keiner. Dieses liegt vermutlich an der stark gedehnten Handlung, die wenig Spielraum bietet. So bleiben alle Rollen relativ unbeleuchtet und schlicht. Genau dieses setzt dem Film auch zu. Man hat den Eindruck als wäre eine Kurzgeschichte auf 1 11/2 Stunden ausgedehnt worden. Inhaltlich passiert sehr wenig. Und wirklich voran kommt die HAndlung auch nicht. Zuviele Fragen bleiben schlussendlich ungeklärt und andere scheinen unnötig und laufen ins Leere.

    Summa Summarum ist Legion leider gerade mal eine 4.
    Zwar besticht der Film durch Musik und Kostüm, kann inhaltlich jedoch außer einer eventuell guten Idee mit schlechter Umsetzung nicht viel bieten.

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    ~*~ Daring ideas are like chessmen moved forward. They may be beaten, but they may start a winnig game ~*~

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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 10.03.2010, 00:52 
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    Beiträge: 560
    Nicht alles, was der Kardassianer gehört hat, habe ich auch so gesagt ;)
    garak hat geschrieben:
    Bin zwar nicht gleich nach Einblendung des Verleihers gegangen (was war das denn bitte, und dann der Spruch "10 Jahre Sneak und kein vernünftiger Film"???)
    Du hast mich falsch verstanden. Zehn Jahre gibt es nun Screen-Gems, Sonys designierten Verleih für elende B-Wahre. In diesen zehn Jahren haben sie mehr Sneakfilme produziert, die ich vorzeitig verlassen habe, als jeder andere Verleiher: Boogeyman, The Cave, Exorzismus der Emily Rose, Unbekannter Anrufer, Motel, Lakeview Terrace, Quarantäne, Obsessed, The Stepfather und andere gequirlte ... äh ... Meisterwerke - einige davon habe ich leider sogar bis zu Ende gesehen.

    Es ist daher eine vernünftige und die einzig richtige Entscheidung, den Saal zu verlassen, sobald das verhaßte rote Logo erscheint, und nicht mitten im Film, wenn es die anderen Zuschauer stören würde.

    Und ich hätte auch nichts gesagt, wenn nicht aufgebrachte Kommentare zu meinem frühen Gehen an meinem Geisteszustand gezweifelt und mich in Erklärungsnot gebracht hätten. Ich hoffe schon, den Dagebliebenen hat es gefallen, aber für mich ist sowas halt nichts.

    Und nach dem Trailer am Sonntag war ja sowieso alles klar, oder? War bestimmt oscarverdächtig...

    _________________
    Das Leben ist zu kurz für schlechte Filme!


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 10.03.2010, 01:18 
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    Kabelträger
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    Registriert: Do, 26.02.2004, 12:53
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    Hmmm... Einen Mischung aus Horror, Science-Fiction, Action und Komödie... Als "Trash" würde ich ihn jetzt nicht direkt bezeichnen, da das Ganze doch ein wenig zu "Ernst" rüberkommt. Ansonsten lässt sich diese Mischung auch nur schwer in Worte fassen. Der Anfang (Das Intro) zeigte alle klassischen Elemente für einen guten Einstieg in einen Action-Film, versagte dann aber schnell auf ganzer Linie. Szenenwechsel... Plötzlich befand man sich mitten in der Wüste im Nirgendwo, wenig interessante Charaktere, auch wenn augenscheinlich ein wenig Zeit investiert wurde, um die Charaktere mit "Leben" zu füllen. Zog die Sache aber unnötig in die Länger. Außerdem kam hier bei mir die Frage auf: Was will der Film mit bis hier sagen, bzw. wo will mich der Film hinführen?! Plötzlich wird mit dem "Testbild" im Fernsehen und mit dem Abbruch der Telefonverbindung ein wenig Spannung aufgebaut. Dann zeigen sich plötzlich "eigenartige Wolkenerscheinungen etc." am Himmel. Nette Effekte, wobei man sich ein wenig an "Akte X" erinnert fühlt. Hier hätte man ein wenig weiter machen können, doch dann springt der Film erneut recht unkonventionell. Unser Held, ein "Engel", tritt mit seinen Waffen in den Vordergrund und versorgt die ohnehin schon verwirrten Hauptcharaktere mit Waffen... Die Story über "Engel" und "Gott" macht die Sache zwar interessant, passt aber in dem Kontext überhaupt nicht und zieht die Story ein wenig ins Lächerliche... eine Komödie halt *gg*... Im Anschluss eine Armee von Zombies mit interessanten Effekten, wobei ich mich dabei vor Lachen nicht mehr halten konnte... Die Effekte passen nicht zum Konzept und ein wenig abgekupfert, sollten aber meiner Meinung nach genau diesen Eindruck erwecken... (Sonst hätte man sich auch mehr Mühe geben können)... Immerhin wurde anschließend ein Haufen Blech, eine anständige Schießerei auf Zombies und einige interessante Crash-Szenen mit Autos durchgeführt, die aufgrund der rasanten Kameraführung und der vielen Szenenwechsel einen sehr guten Eindruck machten... Aber noch einmal eine kleine Bemerkung zum Thema Story... Erst sehr spät kommt heraus, dass Gott die Hoffnung in die Menschheit aufgegeben hat... Erst jetzt wird der eigentliche Kampf zwischen den beiden Engeln klar. Und natürlich kommt es am Ende zum Happy End, auch wenn alle Hoffnung zunächst verloren schien. Wie soll man das nun zusammenfassen... Eine interessante und sehr sprunghafte Story, die meiner Meinung nach abschnittsweise verschiedene Genre bedient und vor allem wegen der Unkonventionellen Zusammenstellung der Elemente auffällt. Auf der anderen Seite aber auch eine interessante Erfahrung. Einerseits spannend, dann wieder ganz lustig... Das einmal wegen der beschriebenen "Effekte", sowie wegen einiger flacher Witze der Hauptcharaktere. Manchmal hatte ich auch das Gefühl den "Roten Faden" verloren zu haben und an vielen Stellen wusste man wie bereits erwähnt nicht, wohin die Story wollte... Immerhin fand ich es zwar spannend anzuschauen, sich im Restaurant zu verschwanzen und auf die Geburt des Babys zu warten um dem Bösen ein Ende zu machen. Dann wird das Baby schließlich geboren, das Böse weicht aber nicht... Es gibt bestimmt noch einige Stellen, die ich hier erwähnen könnte, will aber nicht weiter auf Details eingehen. Am Ende muss ich sagen, dass das ein recht netter und lustiger Kinoabend war, auch wenn der Film phasenweise recht abgehoben und sprunghaft war... Und es handelt sich meiner Meinung nach definitiv NICHT um "Trash"... Achja, nette Engelsflügel im Übrigen ^^

    Gesamtbewertung: 3

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    *** Siehst du das Licht am Ende des Tunnels?? Es ist nicht der Himmel, es ist die U-Bahn! ***


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 10.03.2010, 03:16 
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    Was hab ich mich gefreut als das Intro des Films begann, da es sich hier um einen meiner Wunschfilme handelte. Hatte vor kurzem gelesen worum es darin ging und da mich das Ganze an Constantine erinnerte, den ich auch super finde, waren das schonmal gute Voraussetzungen, die auch erfüllt wurden.

    Der Anfang mit der "Landung" von Michael setzte im Grunde die Atmosphäre für den gesamten Film und hat mich sofort mit reingezogen. Ich hatte ein wenig die Befürchtung das die Effekte ein bißchen "chessy" sind, haben aber wunderbar gepasst und haben mich wiederrum an Constantine erinnert. Auch das, eine gute Sache. Die Spannung wurde besonders zu Beginn sehr gut aufgebaut, da im Grunde keiner wußte, was eigentlich los ist. Und als dann klar war was los ist, wurde ein wenig zum Horrorgenre rübergeschwenkt, mit einigen brutaleren und gruseligeren Szenen. Aber auch das war sehr stimmig und flüssig gemacht, so das es gut gepasst hat. Da werden bestimmt einige meckern: "Der Film weiß ja gar nicht was er sein will." Aber bei so einem Genre Film passt das im Grunde gut und hier wurde es gut gelöst. Die Schauspieler waren eher weniger herausragend, das hat aber auch keiner erwartet. Und für die Geschichte des Films war das völlig in Ordnung. Klar gab es auch Klischeeszenen, wie
    Spoiler: anzeigen
    die Szene wo Michael sagt, dass das ungeborene Kind der Retter der Welt wird.
    Aber das hab ich im Grunde eingeplant und gehört im Grunde zu der Art von Geschichte auch dazu. Ich beschwere mich ja auch nicht, wenn im Bollywood Film getanzt wird. Ich hätte die
    Spoiler: anzeigen
    Apokalypse gerne etwas größer gehabt,
    aber das hat wohl das Budget nicht zugelassen. Und besser man macht eine kleinere Geschichte ordentlich, als eine zu große Geschicht mangelhaft.
    Im Grunde war der Film genau mein Ding und ich war total zufrieden als er zu Ende war. Auch wenn das Ende... naja, ich habe mir was anderes vorgestellt, aber es war okay und konnte den restlichen Film nicht trügen. Und hey, es lässt die Türen für eine Fortsetzung offen.
    Ach ja.

    An das Sneakpublikum: Ein dickes FU! Ich war wieder mal so genervt. Ich habe bereits vor einigen Jahren mal gesagt, was das für ein Ignorantenpack ist. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass das total verschwindet, aber ich hatte gehofft das über die Jahre ein paar Leute gehen und Leute dazu kommen die cooler und smarter sind. Aber Pustekuche. Wir halten den Status Quo. Und nein, das bezieht sich nicht auf heute. Erstaunlich wie Recht der Verleiher von Auftrag Rache hat. Die Bewertungen kann man echt zum Großteil nicht ernst nehmen. Das ist einfach nur lächerlich. Ihr seit einfach nur selbstgefällig und denkt das ihr irgendwelche wichtigen Kritiker seit und freut euch wenn ihr mal wieder haten und irgend einen neuen Film ankacken konntet. Und kommt mir jetzt nicht mit: "Ich darf den Film so bewerten wie ich will. Und wenn er Scheiße war, dann kriegt er auch ne schlechte Note." Ihr wisst was ich meine. Es geht nicht darum, das jetzt jeder Film ne tolle Note bekommt.
    Aber das würde mich im Grunde gar nicht stören, die anderen Kritiken lese ich schon lange nicht mehr. Das Problem ist bloß, ihr könnt während des Films einfach nicht die Schnauze halten. Das ist echt ne Krankheit. Bezeichnet ihr euch nicht als Kinofans? Meiner Erfahrung nach gehen Kinofans ins Kino um den Film zu sehen und danach darüber zureden. Aber nein, hier geht die selbstgefälligkeit weiter. Jeder ist der nächste große Komiker und Sprüchereißer. Es sei denn man labert nicht sowieso schon den ganzen Film über. Worüber auch immer. Oder der Film ist nicht einer den man selber sehen will, denn man ist ja in der Sneak, dann haben alle anderen die den Film sehen wollen total verschissen. Dann wird gequatscht und an den unmöglichsten Stellen gelacht, denn wenn es einen selbst nicht interessiert ist es automatisch lächerlich. Ignoranten Pack! Soweit ich das sehe gibt es dann 2 Möglichkeiten. Man geht aus dem Kino oder: STFU! Meine Güte! Das machen Kleinkinder schon besser.
    Das ist echt ein Grund für mich nicht mehr in die Sneak zu gehen. Ich bin inzwischen auch deutlich seltener da. Aber ich gehe nach wie vor gerne mit meinen Freunden ins Kino und ich mag auch nach 4 Jahren das Format Sneak immer noch sehr gerne. Aber das Publikum ist wirklich uncool und das musste ich mal wieder los werden.


    Film hat mir wie gesagt echt gut gefallen.
    Das gibt ne glatte 2

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    17.11.2009 - End of an Era

    Next Big Thing: UFC 111 - St. Pierre vs Hardy

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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 10.03.2010, 12:42 
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    Bereits nach 10 Minuten Laufzeit passierte Legion die Grenze zum schmerzhaften Religions-Horror-Trash und ist damit eindeutig Anwärter für eine Medaille in der Disziplin "Schlechtester Film des Jahres nach Zeit".

    5- oder die asphaltbeschichtete Bleimedaille der Schande.

    @der 3.Kerl: bist du nicht aus dem Kino gegangen.....dachte man schreibt das dazu, damit eine 5- zwar hier steht, aber nicht gewertet wird?gleiches Recht für jedes Genre in meinen Augen! gez. Seth

    @Seth: Wow, da hat wohl einer Augen im Hinterkopf. ;-) Ja, ist richtig, ich bin nach schätzungsweise halber Laufzeit des Films gegangen. Letztlich ist ein vorzeitiges Verlassen des Films (aber vielleicht nicht gleich bei den Verleiherlogos) auch eine Beurteilung des Films. Also ja, ich bin gegangen - wertet meine 5- meinetwegen nicht. Wumpe...

    _________________
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    Zuletzt geändert von Der 3te Kerl am Mo, 15.03.2010, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.

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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 10.03.2010, 22:42 
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    Legion

    Inhalt:
    Der Zufall führt eine illustere Gruppe von Menschen an einer Raststätte in den USA, irgendwo im Nirgendwo, zusammen. Nachdem Fernsehen und Radio ausgefallen sind und eine alte Frau unter der Decke hängt, taucht Engel Michael zur Rettung des ungeborenen Messias auf.

    Kritik:
    Der Regisseur hat sicherlich das Buch „Filme machen für Dummies“ gelesen. Da das Buch 20 Millionen gekostet hat, stehen jetzt noch 6 Millionen für den Film zur Verfügung. Mehr als genug. Man nehme diverse Drehbücher von mehr oder weniger bekannten Filmen, reiße diese in kleine Stücke und ziehe diese dann wahllos aus einer Schale. Da das Ganze dann ziemlich zusammenhagsloses Zeug ergibt, nimmt man als Grundstory eine Geschichte aus der Bibel. Sagen wir mal „Die Apokalypse“, weil Weltuntergang immer gute Quoten bringt. Als Titel für den Film bietet sich „Rhea M trifft Matrix, gewürzt mit etwas Terminator und Flug des Phönix, als die Apokalypse hereinbricht“ oder weil sich das sowieso keiner merken kann, einfach nur „Legion“.

    Da ich mal vermute, dass das Ganze irgendwas mit Horror oder Thriller zu tun haben sollte, war ich überrascht, welch gradlinige, vorhersehbare Story man uns hier auftischt. Wenn man bei einem Horrorfilm so gelangweilt wird, dass man schon in Gefahr gerät, dabei einzuschlafen, ist dies sicherlich keine Auszeichnung. Wo bitte sind die überraschenden Wendungen oder die Schockeffekte gewesen oder sollte es ein Horrorfilm für Weicheier sein?

    Leider lässt sich auch von den Schauspielern nicht sagen, dass sie ihre Rollen besonders überzeugend dargestellt haben. Ich hatte lange die Hoffnung, dass alle schnell sterben und das Drama ein Ende hat. Das wäre wenigstens ein innovatives Ende gewesen.

    Wenigstens kann man die Filmlänge mit 100 Minuten als positiv verbuchen, wobei selbst das schon zu lang war.

    Fazit: Wenn man schon einen Film zusammenwürfelt, sollte man wenigstens darauf achten, dass man nicht die ganzen schlechten Szenen erwischt. Definitiv der schlechteste Film des Jahres, wenn nicht aller Zeiten.

    Note: 6 (Die zweite 6, die ich jemals vergeben habe)

    _________________
    Die letzten Filme: Chloe (OV) 3+ / A single man 2+ / Zu schön um wahr zu sein 3+ / Die Eleganz der Madame Michel 2+ / Gentlemen Broncos 4 / Amelia (OV) 2- / Keep Surfing 3+ / Amelia 3- / Splice 4 / The Messenger 3- / Five Minutes of Heaven (OV) 3+ / Marcello Marcello 2 / Moon 2 / Lügen macht erfinderisch 2+ / Männer al dente 2+ / Moon (OV) 2- / Micmacs 1- / Renn, wenn du kannst 1 / Inception 1- / Kiss & Kill 4- / Mary & Max 2- / Männer im Wasser 3 / Salt 2+ / Ich und Orson Welles 4 / Männertrip 3+ / Cyrus (OV) 4


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Do, 11.03.2010, 20:00 
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    Da freut sich der Genrefan doch angesichts von Pitch und Poster schon mal präventiv: Monster, Zombies, die Apokalypse, Gottes Zorn und Erzengel im Schlachtemodus, das riecht doch stets nach dem neuesten Horrorkracher aus der seligen, weil zuletzt zu oft vernachlässigten B-Schublade, der es bis in die Kinosäle geschafft hat.
    Doch dann beschleicht den Zuschauer dieses merkwürdige Gefühl, nachdem sich ein Unbekannter in dunkler Gasse die Schwingen absäbelt und anschließend noch mal den "Terminator" in Sachen Waffenbeschaffung nachskizziert: da war doch mal was, damals im letzten Jahrhundert...

    Ja genau, da war mal was und alles Grusel- und Mysteryfreunde, die nicht ganz den Anschluß verpaßt haben, werden dieses wohlige Bekanntheitsgefühl aus zwei Duftmarken nachempfinden können: einmal das Bibelmysterienspiel "Das siebte Zeichen", in dem Jesus in Gestalt von Jürgen "Kaleun" Prochnow zur Erde zurückkehrte, um mal so richtig zu apocalypsen, weil Gott die Schnauze und die Hütte (bzw. die Halle der Seelen) voll hatte, und dann noch das dezente Engelsgekloppe "God's Army", in dem Christopher Walken verzweifelt gegen seinen Abstieg aus der A-Liga ankämpfte, indem er als fieser Gabriel ein gar finster Seelchen jagte, daß einer seiner Kollegen in einem kleinen Mädchen verbuddelt hatte. Und im Hintergrund winkt eine um Regisseur John Carpenter und seine Western-Vorlieben versammelte Gruppe bunt zusammen gewürfelter Studies, die sich just zum jüngsten Tag in einer alten Kirchen gegen die gegen sie anrennenden Mächte des Bösen verbarrikadieren müssen, weil die "Fürsten der Dunkelheit" im Spiegel dürsten.

    Alle gesehen?
    Schön, dann wird "Legion" ab diesem Moment eine enorm pappige Angelegenheit
    , ein Best-Of dieser auch nicht so ganz taufrischen Ideen, denn Gott hat mal wieder Wochenende und läßt die Engelshorden los und nur im Desert Inn, das hier (hint, hint...) "Paradise Falls" heißt, weiß man nicht, daß a) die Welt am Arsch und b) in der Röhre von Kellnerin Charlie der Heiland los ist. Artillerie-Man entpuppt sich baldigst als Erzengel Michael, der reichlich Ammo gegen die bösen Besessenen und Mutanten ins Spiel bringt, die in der Folge gegen die Bretterbutze anrennen. Und alle fragen sich, was der Herr, die alte Schluse, noch so alles im Ärmel hat...

    Ganz im Ernst, Scott Stewart, der hier seinen Popo auf dem Regiestuhl angewärmt hat, ist ein enorm patentes Kerlchen, der uns mit seiner FX-Firma "The Orphanage" schon so manche Socke hat wegfliegen lassen, aber das heißt nicht, daß er auch Filme drehen kann. Und schreiben schon gar nicht, wie das Skript beweist (das er übrigens mit seinem Kumpel Peter Schink zusammengeklötert hat, der sonst im Schneideraum die Penisse in den Nachspann einarbeitet), welches so ziemlich jedes allmählich mumifizierte Bibelklischee aus dem hintersten Psalmenreißer noch einmal schön aufwärmt und so belanglos und platt serviert, daß man Belag auf den Zähnen vom Zuschauen bekommt.

    Was durchaus ein suspensereicher Thriller nach klassischen Westernmotiven hätte werden können, gerät immer stärker zur Ansammlung schwülstiger Sentimentalitäten, während sich die Figuren in den Kampfpausen mal eben ihre Schwächen und Ängste erklären, denen sie fünf Minuten später zum Opfer fallen sollen und dabei heiße Glycerintränen weinen. Der Plot ist so offensichtlich, daß er dem Publikum praktisch um die Ohren gehauen wird und die Kamera ist dermaßen auf goldbraune Patina und Wackelschwenks ausgerichtet, daß man es glatt für "digital video" halten könnte.
    Ein paar gute Ideen haben sich auch in die Einöde verirrt - speziell betone ich jetzt mal drei "creepige" Szenen mit einer Monster-Oma, einem blutrünstigen Kleinkind und einem mutierenden Eismann - aber die Kamera steht meistens am falschen Platz, John-Woo-Editor Steven Kemper montiert sich einen hektischen Wolf zusammen und wie üblich fragt stundenlang während des Verbarrikadierens keine Sau nach dem Sinn der Tätigkeit, bis die Besessenen einen schon längst in den Po beißen.

    Was dann als Erklärung nachrückt, ist in knappen und belanglosen Sätzen der simple Inhalt ohne Biß und Witz, aber verpackt in um Coolness bemühte One-Liner, die aber im Nichts verpuffen. Und an diesem Punkt darf man sich dann mit Fug und Recht fragen, wer diese Besetzung zusammengebacken bekommen hat und ob da Erpressung oder Schulden im Spiel waren.
    Da wäre Paul Bettany, der hier den mystisch-coolen Ex-Engel geben soll und nur heiser ein paar vordergründige Sätze absondern darf.
    Da ist Dennis Quaid als versoffener Tanke-Besitzer, dessen Funktion in diesem Film mehr als diskutabel ist. Noch schlimmer ergeht es seinem Kumpel Charles S.Dutton, der sich schon zur Halbzeit funktionsarm verabschiedet. Der durchaus action-erfahrene Tyrese Gibson ein seliges Enigma, Privatpraxis-Schnitte Kate Walsh ein Kleiderständer, Prophet Lucas Black ein Beispiel an ausdrucksarmer Transparenz, nichts will hier funktionieren, weil die Charaktere erst nur umrissen sind und dann keine Funktion in der Belagerung entwickeln dürfen.

    Aber was braucht man auch Schauspieler, wenn man einen kugelsicheren Erzengel mit Wikingerkriegskeule hat, die sich bei Bedarf in einen rotierenden Drillbohrer verwandeln kann, in einem Showdown, der so gut getrickst ist, daß Kevin Smiths Engel in "Dogma" dagegen wie eine FX-Offenbarung von James Cameron wirken. Und seit wann ist Gott eigentlich so tierisch vergnügungssüchtig und wankelmütig, daß er sich alles an einem Tag noch mal überlegt, wenn endlich einer mal was "Amüsantes" macht...kurz, welche Drogen haben die genommen und wo gibts die zu kaufen?

    Neenee, Potential hat der Bibelhorror noch immer, wenn man es geschickt verkauft, mysteriös und unheimlich und mit wenigstens ein paar kleinen Überraschungen in der Manteltasche, "Legion" wirkt entweder übermäßig emotional übertrieben oder rein funktional runtergerissen, ohne jeglichen Haken oder Wendung. Und so bleibt nur noch, zunehmend spöttisch auf die Hampeleien zu reagieren, die noch dazu mit Dialogzeilen wie "Charlie, sie müssen jetzt pressen, wie sie noch nie zuvor gepresst haben!" garniert sind. Da wünscht man sich selig, Viggo Mortensens "Luzifer" aus "God's Army" hätte mal für fünf Minuten vorbeigeschaut, um das todernst runtergekurbelte Spektakel in seiner lächerlichen Endzeitlichkeit mit einer Prise infernalischem Witz zu würzen. Hölle, wo ist dein Sieg? 5


    PS: Trotz der miesen Note hat es mich trotzdem gefreut, mal wieder einen flotten Horrortrash verreißen zu können, statt die miesen Kritiken an hohle Billigkomödien zu verschwenden. Würde mich definitiv mal über einen Digitalprodukt wie "Descent 2" (immerhin recht solide Videothekenware) freuen - geärgert hat man sich hier maximal mal wieder über das Laberpublikum.

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    Hypno (1962)
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    Herkules (1983)


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Do, 11.03.2010, 23:32 
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    Diesmal gab es mit "Legion" den von vielen so lang erhofften Horrorfilm.
    Es ging, mal wieder, um die bevorstehende Apokalypse. Der Film fängt damit an, dass ein Mann, der mit kryptischen Schriftzeichen bedeckt ist, nackt auf die Erde stürzt. Dann stellt man fest, es ist ein Engel, denn schließlich hat er Flügel. Diese schneidet er sich natürlich prompt ab, um direkt im Anschluss ein Waffenlager zu überfallen. Hierbei tötet er zwei Wachleute packt alle Waffen die er greifen kann in zwei Sporttaschen, wo immer die auch auf einmal herkommen, sprengt mal eben locker flockig das schwere Eisentor in Kreuzform raus. Dummerweise bekommen das direkt zwei Polizisten mit, die versuchen ihn aufzuhalten. Einer von den beiden wird auch noch besessen, ist unserem Engel auch egal, tötet er halt beide und klaut das Polizeiauto. Dann braust er davon, nur wohin?
    Keine Angst, das werden wir bald erfahren. Es geht natürlich ins Paradies...
    Wobei das Paradies hier ein alter ranziger Rastplatz an einer Landstraße namens "Paradise Fall" ist. Hier finden die üblicherweise leicht abgewrackten Typen vor, allen voran Dennis Quaid als Besitzer des Rasthofes, wobei er diesen total gelangweilt spielt. Ansonsten noch einen ängstlichen jungen Typen, der eine junge Kellnerin bedingungslos liebt, die für ihn aber zum einem nicht viel übrig hat und zum anderen von irgendeinem, schon nicht mehr vorhandenen, Typen demnächst ein Kind bekommt. Dann ist da noch der alte schwarze gläubige Koch, eine strange Familie mit einer ziemlich nervigen und egozentrischen Mutter, sowie der typische Ghettoschwarze im Gangstaoutfit. Anfangs ist alles noch total friedlich, bis plötzlich eine alte Oma mit Gehhilfe auftaucht. Diese verlangt erst mal nach rohem Fleisch, dann keift sie alle an, versucht die schwangere Kellnerin umzubringen, um dann die Decke hochzulaufen bis von unserem Quoten Ghettogangster erschossen wird.
    Kurz darauf kommt unser (Erz)engel an, es ist übrigens Michael. Er erklärt ihnen nichts, nur dass sie sich verbarrikadieren müssen und bald kommt auch der Angriff von vielen Menschen die irgendwie alle zu Zombies mutiert sind bzw. besessen (übrigens alle von Engeln...). Diese werden natürlich alle platt gemacht.
    Jetzt rückt Michael endlich mit der Erklärung raus. Gott hat die Schnauze von seiner Schöpfung dermaßen gestrichen voll, dass er sie vernichten will. Allerdings ruht in dem Schoß der Kellnerin der neue Heiland und diesen gilt es zu beschützen, zumindest will Michael das, da er die Menschen liebt. Gott hat auf das alles eigentlich keinen Bock mehr und versucht natürlich unsere tapfere Truppe zu vernichten und vor allem die Geburt zu verhindern.
    Natürlich schaffen sie es aber irgendwie und daher muss nun der nächste Erzengel ran, um den neuen Heiland zu vernichten. Hierzu wird Gabriel betraut, daher kommt es logischerweise zu unserem gefallenen Engel Michael und dem treu ergebenen Gabriel.
    Zum Schluss überleben nur die Kellnerin, der ängstliche junge Typ (der neue Prophet) und natürlich das tolle Baby.

    Wie man schon sieht, war dieser D-Movie alles andere als berauschend. Dennis Quaid brauchte wohl Geld und auch der Rest spielt so hölzern und Klischeehaft, wie ich es das letzte Mal im ersten Twillight Teil gesehen habe. Obwohl nein, stimmt ja gar nicht. Robert Pattinson hat im Gegensatz zu den Flitzpiepen hier eine schauspielerische Glanzleistung abgeliefert.
    Hinzu kam ein absolut ideenloses Drehbuch. Hier wurde anscheinend aus allen schlechten Horrorfilmen Szenen zusammengesucht und sehr schlecht umgesetzt. Diese "bedeutungsschwangeren" Dialoge zwischendurch trugen auch nicht zur Besserung des Gesamterlebnis bei. Des Weiteren ist hier noch die schlechte Kameraführung zu nennen. Ich habe selten so einen schlechten Film gesehen, dass letzte Mal war es "Whitchcraft" mit David Hasselhoff und Hildegard Knef. Nur hatte ich den bewusst für eine Trashnacht ausgesucht.

    Dieser Film hätte genauso gut auch ein schlechter Pilotfilm für eine schlechte TV-Serie sein können.

    Es gibt hier seit langem mal wieder eine 5.

    _________________
    Gäbe es nicht das wilde TIER in uns, wir wären kastrierte Engel.
    (Hermann Hesse)


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Fr, 12.03.2010, 10:37 
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    Als Genrefan hatte ich mich schon sehr auf diesen Film gefreut, ahnte allerdings schon, dass die Qualität des Trailers nicht gehalten wird.

    Die ersten 30 Minuten waren etwas stumpf, aber vielversprechend. Man sah, was man erwartete: Explosionen, Große Knarren, Schießereien und die typischen Nebendarsteller, wo sich schon jeder denkt "der wird es nicht überleben".

    Die Actionszenen waren gut, aber nicht überragend. Die Story wurde sehr schlecht erzählt und teils auch offen gelassen. Der Zuschauer musste hier schon sehr viel als gegeben hinnehmen, das ist schade, denn der Film hatte potenzial.

    Von mir gibts eine 3-


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Sa, 13.03.2010, 13:04 
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    Mit ‚Legion‘ haben wir mal einen wirklich schönen Film gesehen, zumindest wenn man hin und wieder ein Auge zudrückt, und beim Ansehen wirklich Spaß haben möchte, denn sowohl ist die Weltuntergangsatmosphäre - vor allem beim wirklich schönen Beginn der Handlung bei der Tankstelle - sehr schön eingefangen, als auch ist das Auftreten des Engels, der mehr ein Mann der Tat als des Wortes zu sein scheint, sehr cool gemacht, als auch sind die anfänglichen Probleme, mit denen sich die Charaktere konfrontiert sehen (Insektenplage, Zombieoma und co.) einfach wunderschön gemacht, womit man aber auch zu einigen Kritikpunkten kommt, denn mit zunehmender Laufzeit wird dieser Film leider immer schlechter, da die Atmosphäre immer unrealistischer herüberkommt (klar, eine ältere Dame die auf einmal die Wände hochgeht und recht bissig reagiert ist nicht wirklich realistisch, aber ein Haufen Insekten, eine alte Frau und elektronische Kommunikationswege, die ausfallen, wirken einfach irgendwie sehr viel besser und in ihren nicht so sehr ins Extreme gesteigerten Grundzügen doch irgendwie alltäglicher und damit glaubwürdiger als der Großangriff der Zombiefront), es immer mehr logische Löcher gibt (nicht Lücken, sondern Löcher - ich mein, wenn GOTT wirklich will, dass so ein winzigkleines Menschending stirbt, dann lässt der sich nicht durch einen einzigen Engel und ein paar dahergelaufene Menschen aufhalten...) und leider auch immer mehr pseudophilosophisches Geschwafel (wann werden Filmemacher endlich lernen, dass Tiefgründigkeit eines Films eben nicht durch offen dargelegte philosophische Ansichten erreicht wird, sondern dadurch, dass das Medium Film genutzt wird, um die zu zeigende Philosophie durch Bilder und Geschichten zu transportieren, und dass daher allzu offenkundige, auf tiefgründig gemachte Dialoge eher abschrecken als alles andere ~), das aber am Anfang des Films tatsächlich noch sehr nett daherkommt und nur mit dem Voranschreiten der Handlung erstens unglaublich gehäuft auftritt und auch zweitens einfach nur noch langweilige Standardsätze beinhaltet, sodass man schon gar nicht mehr hinhören möchte, sondern hofft, dass bloß irgendetwas passiert, damit der jeweilige Dialog möglichst bald unterbrochen wird, sodass die netten Actionszenen mit sehr guter Musik wirklich ziemlich viel herausreißen müssen, was sie leider nicht ganz schaffen - ich mein, allein das Ende: da haben wir einen Engel, der getötet wird, und dann von einem unglaublich wankelmütigen Gott, der lieber möchte, dass man sich ihm widersetzt, als dass man tut, was er sagt, wiedererweckt wird - was einen einfach dazu führt, dass man hier einen wirklich schönen Film hätte herstellen können, sich dafür jedoch noch viel mehr Gedanken hätte machen müssen und nicht bei dieser sehr platten Ebene des einfachen Effektekinos ohne jeglichen gedanklichen Hintergrund hätte bleiben dürfen, weswegen es von mir wegen Atmosphärenbonus vor allem am Anfang gerade noch eine 2- gibt, die aber sehr wackelig ist und der zweiten Hälfe des Films wirklich eigentlich nicht mehr gerecht wird.

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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 14.03.2010, 14:15 
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    Registriert: Di, 05.01.2010, 13:08
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    Legion ist ein Fantasy-Horrorfilm um einen Erzengel, der zusammen mit einer Gruppe Menschen in einer abgelegenen Raststätte die Apokalypse abwenden will.

    Gott hat in tiefer Enttäuschung den Glauben an die Menschheit verloren und sich entschieden, diesmal nicht nur eine Sintflut, sondern die endgültige Apokalypse zu schicken. Im Himmel steht einzig noch der Erzengel Michael auf der Seite der Menschen. Er weiß, dass die Geburt des Kindes der Kellnerin Charlie den Weltuntergang noch abwenden kann, daher sucht er die Schwangere an ihrem Arbeitsplatz in einem Diner in der Wüste von New Mexiko auf, wo er sich mit den Anwesenden verbarrikadiert. Gemeinsam müssen sie dann die Angriffe der vom Erzengel Gabriel angeführten himmlischen Heerscharen abwehren, die Besitz von den Körpern der geistig schwachen Menschen übernommen haben und wie dämonische Horden über die Erde herfallen. Am Ende sind fast alle der Verteidiger tot, aber Gott hat nach der Geburt des Kindes und durch das von den Menschen gezeigte Gute wieder Vertrauen in die Menschheit gefasst und sagt die Apokalypse ab.

    Die Story ist genauso abstrus, wie sie sich in der Kurzfassung anhört. Aber darauf kommt es bei dem Film auch gar nicht an und ansonsten ist er recht gut gemacht. Die Atmosphäre des Settings sorgt für die passende Stimmung und die Charaktere mit ihren jeweiligen persönlichen Problemen werden überzeugend dargestellt, wobei mir der Engel Michael am besten gefallen hat. Ebenso sind die Spezialeffekte nett anzuschauen und das Ganze entbehrt erstaunlicherweise auch nicht einer gewissen Spannung.
    Außerdem gibt es hier und da ein paar lustige Sprüche (zum Beispiel während der Geburtsszene: „Press, wie du noch nie in deinem Leben gepresst hast!“).

    Insgesamt bietet der Film also zwar keine logisch nachvollziehbare Handlung, aber dafür ansehnliche Action und ganz unterhaltsamen Fantasy-Horror.

    Note: 2-


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 14.03.2010, 16:45 
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    Legion, ein Film von dem man schonmal was gehört hat, an dessen Story man aber komplett unbelastet rangehen konnte.

    Wie es sich für das Genre gehört, hat der Film entsprechend auch ein paar Horroszenen. Auch wenn einem hier nicht das Herz stehen bleibt, so sind diese doch im Allgemeinen gut umgesetzt. Leider ist zwischen diesen Szenen ein langes Geplänkel, welches nicht wirklich zur Weiterentwicklung der Geschichte beiträgt. Aufgrund der wenigen Schockszenen wäre aber gerade dies für die Geschichte wichtig gewesen. Daneben ist der Ganze Film zu sehr auf einen Drehort fixiert. Gerade die Geschichte nach Ende des Films hätte weitererzählt werden müssen. So wirkt der Film abgehackt.

    Schauspielerisch überzeugen die Darsteller bei den Horroszenen. Aber auch dazwischen ist der Film gut umgesetzt, wenn auch langweilig. Die typischen Klischees von Horrofilmen wurden leider auch erfüllt, wobei diese zum Teil wenigstens glaubhaft umgesetzt wurden. Die Schauspieler bringen hier Leistungen, können ein schlechtes Drehbuch aber auch nicht in Gold verwandeln.

    Insgesamt ein eher langweiliger Film mit zu abrupten Ende. Die wenigen spannenden Szenen sind dafür weitestgehend gut umgesetzt. Von mir diese Woche eine 3-.

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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 14.03.2010, 16:52 
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    Registriert: So, 18.11.2007, 20:07
    Beiträge: 343
    Legion

    Zum Inhalt:
    Seid nett und liebet einander, sonst hat Gott die Nase voll und schickt uns große Plagen, und zwar wie hier in Gestalt von vielen bösen Engeln, die die Menschheit ausrotten sollen, die hier allerdings mehr Zombies gleichen. Einer davon allerdings ist ein Deserteur namens Engel Michael, der das alles nicht in Ordnung findet, sich flugs die Flügel abschneidet und bis unter die Haarspitzen bewaffnet als Retter der verkorksten Menschheit die Bösen, allen voran den Engel Gabriel, bekämpfen will. Dazu taucht er in einem herunter gekommenen Diner in einem Nest namens Paradise Falls auf, in dem sich außer dem ununterbrochen rauchenden und saufenden Dinerbesitzer (Dennis Quaid), seinem Sohn, dem Koch und der schwangeren Bedienung einige Gäste befinden: ein Ehepaar mit Teenie-Tochter, das eine Panne hat und darauf wartet, dass Sohnemann ihr Auto repariert, sowie ein mysteriöser Schwarzer mit Waffe, der offenbar Familienprobleme hat.
    Und als weiterer Gast und erster (und einziger) „Höhepunkt“ des Films erscheint eine klapperige Oma mit Rollator, die sich ein blutiges Steak bestellt, das erwähnte Ehepaar in einen liebenswürdigen Smalltalk verwickelt, um sich dann in der nächsten Sekunde in ein bösartiges Monster zu verwandeln, das erst dem Ehemann ein deftiges Stück aus dem Hals beißt und sodann auf allen Vieren die Wände hoch- und an der Decke herumkrabbelt.
    Engel Michael verteilt nun an alle Waffen und sagt den alles entscheidenden Satz: „Sie kommen!“ Es ziehen dunkle Wolken auf, Insektenschwärme verdunkeln das Land und nach einem musikalischen Eiswagen mit Eismann, der sich als langfingeriger Zombie entpuppt, erscheint eine Autokarawane, die Bösen entsteigen, werden vom Dach des Diner aus beschossen, ohne sich zu wehren, stehen mehr oder weniger tatenlos rum und warten, bis es zum entscheidenden Kampf kommt, weil es immer wieder Unbelehrbare gibt, die glauben, trotz Verbots das verbarrikadierte Haus verlassen zu müssen. Übrig bleiben letzten Endes nur Sohnemann und die schwangere Kellnerin, die lt. Engel Michael den neuen Retter der Menschheit zur Welt bringt.

    Fazit:
    Was Regisseur Scott Stewart hier gekocht hat, ist ein Eintopf, in den alles Mögliche hinein geworfen worden ist. Heraus kommt ein konfuses Süppchen mit einigen ganz passablen Einlagen, wozu auch die Omi gehört, oder das Monsterkind, auch wenn die Szenerie zum Lachen reizt.
    Der Film ist eine Mischung aus Religions-, Horror- und übernatürlichem Actionthriller, dem es an Logik mangelt, mit einer äußerst bizarren und unausgegorenen Handlung.

    Wieso haben die bösen Engel vor dem Diner eigentlich nicht angegriffen?
    Was war denn an der schwangeren Kellnerin so außergewöhnlich, dass ausgerechnet sie den neuen Messias gebären soll, zumal sie nach ihren eigenen Aussagen keine sehr moralische Vergangenheit hatte und zukünftig auch nicht haben wollte?
    Welchen Sinn hatte eigentlich der Eiswagen mit dem mutierenden Eismann? Usw., usw.
    Viele offene Fragen, null Er- oder Aufklärung!

    Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller lässt mehr als zu wünschen übrig. Paul Bettany als Engel Michael hatte wenig zu sagen, dafür umso mehr zu schießen (irgendwie musste ich immer an „Ritter aus Leidenschaft“ denken, wo er nackt durch den Wald latschte), Dennis Quaid`s Part war auch nicht temperamentvoller, er wirkte äußerst gelangweilt und ausdruckslos, Kate Walsh spielte in ihrer kleinen Rolle eigentlich wie immer die leicht nervige Zicke (Grey´s Anatomie, Private Practice), aber das absolut Flachste in diesem Film war Lucas Black als Sohn, langweiliger geht´s wirklich nicht mehr.
    Ich denke, alle Darsteller haben sich keinen großen Gefallen mit diesem Film getan. Ein C-Film, den ich mir nicht einmal aus der Videothek holen würde.

    Wegen der zwei passablen Horrorszenen mit Oma und Monsterkind vergebe ich noch eine recht gut gemeinte 4.


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 14.03.2010, 21:21 
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    Registriert: Do, 04.01.2007, 21:33
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    Wohnort: Hannover
    LEGION

    Es begab sich aber zu der Zeit..

    Wir befinden uns in Paradise Falls, unserem Bethlehem. Hier leben in einem Diner, eine junge schwangere Kellnerin
    und ihr Lebenspartner, der aber leider nicht der Vater des Kindes ist. Er ist ein guter Mensch; er liebt sie trotzdem.

    Dort oben im Himmel ist unser Gott nicht mehr ganz zufrieden mit unserem Dasein und beschliesst uns auszurotten.
    Dabei helfen ihm seine bösen Engel. Vor allem muss er verhindern, dass dieses Baby geboren wird, weil es unser
    Retter der Welt sein wird.

    Michael, ein Engel, der sich auf die Seite der Menschen stellt, bewaffnet sich bis über beide Ohren, um die vielen zu Zombies gewordenen umzuballern.

    Er findet sich in Bethlehem, also in Paradise Falls, ein. In diesem Diner ereignete sich schon ein sehr mysteriöser Vorfall. Eine alte Dame mit Gehhilfe, bestellt sich ein blutiges Steak, bekommt plötzlich eine merkwürdige Stimme, Haifischzähne und findet sich an der Decke wieder.
    Michael berichtet den anderen Gästen und Belegschaft, dass Sie hier noch mehr von diesen Besuchern bekommen werden und hoffentlich das Baby bald auf die Welt kommt, damit der Spuk aufhört.

    Nach vielem Geballer, Gebeisse und Nervenzusammenbrüchen ist es geschafft. Baby da - Zombies lieb.

    Hm, der Anfang des Films verspricht einen anspruchsvollen Horrorfilm. Leider lässt alles nach. Auch Dennis Quaid und Kate Walsh retten hier gar nichts. Warum spielen die da eigentlich mit...? Da ganze Biblische Weltuntergangsdrama mit Engelsflügeln macht keinen richtigen Sinn. Vereinzelt finden sich wirklich gute Szenen, die aber leider mit zu vielen schlechten untergehen.

    Note: 5

    _________________
    Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorbei, in der man kann.


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     Betreff des Beitrags: Re: LEGION (09.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mo, 15.03.2010, 00:21 
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    Registriert: Di, 19.05.2009, 23:18
    Beiträge: 83
    Aufgrund der vorgerückten Stunde hab ich es heut mal ziemlich eilig. Aber bei "Legion" gibt es den Kritikpunkten der anderen Sneaker eigentlich nichts hinzuzufügen. Der Film hatte echt ein paar gute Ideen, welche das ganze aber auch nicht retten konnten. Ich meine wenn man sich bei nem Action-/Horrorfilm am Kopf kratzt und verzweifelt versucht die Logiklücken darin (Film/Kopf) irgendwie zu überspielen, dann is was faul. Schon alleine, das "Gott" irgendwie mit sämtlichen James Bond-Bösewichten verwandt sein muß...immerhin schickt er anstatt der himmlischen Heerscharen, nur ferngesteuertes Kanonenfutter...welches zwar Autos fahren aber keine Waffen bedienen kann. Wer waren die Propheten denen die Überlebenden folgen sollten? Und wieso hab ich mich vorher so darüber gefreut das der Streifen läuft?
    Ne der war leider nicht mehr als 3 Halleluja wert.


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