AUFTRAG RACHESchade- das ist es was mir 1. nach Einblendung des Titels (wie schön wär "The Men Who Stare At Goats" gewesen..) und 2. nach Beginn des Abspanns in den Sinn kam. Denn eigentlich hätte der Film Potential gehabt.. vielleicht mit etwas besseren Dialogen:
Ich bin der Mann, der nichts zu verlieren hat!Wenn auch nur im Trailer, nicht aber im Film vorhanden, so beschreibt dieser Satz eigentlich schon ganz gut, wieviel man von diesem "Meisterwerk" zu erwarten hat..
Kurz zum Plot:
Kurz nachdem seine 24-jährige Tochter Emma (gespielt von Bojana Novakovic) für ein paar Tage zu Besuch kommt, wird Detektiv Thomas Craven (Mel Gibson) Augenzeuge ihrer Ermordung.
Zunächst sieht es danach aus, dass Craven das eigentliche Ziel des Anschlags war. Doch schon bald stößt er auf Hinweise, dass seine Tochter ein Doppelleben führte und hinter dem Mord eine gigantische Verschwörung steckt, die bis in höhere Regierungskreise hineinreicht. Es beginnt ein "Rachefeldzug", bei dem Craven verschiedensten Leuten auf den Zahn fühlt
nur um sie dann gegen Ende des Films einfach umzulegen.
Erfrischung bietet der, Stimmen hörende, Regierungsagent Darius (Ray Winstone), dessen konkrete Motive bis zuletzt unklar bleiben
der sich dann aber mit einem Knall aus dem Film verabschiedet. So abgebrüht hatte ich den Polizisten/Wachmann nicht erwartet...
Es scheint, als wolle der Film einfach zu viel: Thriller, Action; gut das lässt sich einigermaßen vereinbaren; wenn dann aber die verschwörungstheoretischen Ansätze dazukommen, verliert der Film schnell an Fahrt und wirkt irgendwie sehr aufgesetzt.
V.a. das Ende macht den ganzen weiten Weg irgendwie zunichte; hätte Craven doch gleich im Auto das Exempel am bösen Jack Bennett statuieren können..
Interessant war, dass in Cravens Erinnerungen bis zur letzten Szene seine Tochter nur als kleines Kind gezeigt wurde
, erst kurz vor seinem Tod sieht er sie als junge Erwachsene - wie er sie wohl zu ihren Lebzeiten aufgrund von fehlender Kontaktfreudigkeit nur sehr selten sah
Alles in allem für einen schönen Kinoabend nicht ganz ausreichend:
4-