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 Betreff des Beitrags: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
BeitragVerfasst: Di, 02.03.2010, 16:34 
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Sneakmaster
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Registriert: Mo, 14.04.2003, 14:05
Beiträge: 4211
Wohnort: Hannover
Hallo! Liebe Sneaker!

Hier könnt Ihr wieder Eure ganz persönliche Kritik zum Sneakfilm der Woche loswerden.

Mit "Auftrag Rache" gab es diese Woche einen US Thriller in unserer Sneak.

Vergesst bitte nicht, Eure Kritik mit einer Schulnote von 1 bis 6 (Zwischennoten sind erlaubt) zu beenden!

In diesem Sinne

Euer Obersneaker

Heiko :biggrin:

Bitte beachten, dass nicht nur Give Aways an einige Kritiker verteilt werden, sondern auch jede Woche zwei Kritiker mit der "Kritik der Woche" eine Freikarte für die nächste Sneak erhalten. Besonders fleissige Kritikenschreiber haben auch 2010 die Möglichkeit, eine Jahreskarte zu gewinnen.

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    KINO - EIN ERLEBNIS, DAS MAN NICHT KOPIEREN KANN!


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 02.03.2010, 23:25 
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    Registriert: Do, 22.03.2007, 01:14
    Beiträge: 215
    Wohnort: Hannover
    Sehr langweilig mit
    sehr gedehnten und auch vielen sinnlosen Szenen (Als er zum Beispiel entführt worden ist und dann nach der Befreiung wieder nach Hause gefahren ist. Was sollte das denn?)
    Viel zuwenig Rache mit noch weniger Action. Schnitte waren abgehackt und Mel Gibson ist mit seinen 54 Jahren auch nicht mehr in Topform (falls er es jemals war).
    Immerhin Story war vorhanden, aber das rettet nichts.


    5 in Punkten.


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 02.03.2010, 23:48 
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    Registriert: Mo, 24.11.2008, 18:05
    Beiträge: 58
    Mel Gibson macht trotz seiner 54 Lenze seine Sache gut und überzeugt voll und ganz. Leider dauert es relativ lang bis der Film in Fahrt kommt und wird erst in den letzten 30 Minuten richtig spannend. Die Story ansich ist gut. Note: 2--


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Di, 02.03.2010, 23:58 
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    Registriert: Mi, 22.07.2009, 08:26
    Beiträge: 562
    Wohnort: Linden - Mitte
    Heute gab es mal einen Action-Thriller....

    Auftrag Rache gehört zu der Art Film, die einem auf eine unerklärliche Art und Weise das Gefühl geben, alles schonmal irgendwo gesehen zu haben. Tatsächlich verfährt der Film nach einem Genretypischen Schema. Es passiert etwas, der Cop nimmt die Fährte ganz alleine auf sich und löst den Fall. Ein grobes Schema das man so auch schon aus Filmen wie "96 Hours" kennt.

    Trotz allem verbirgt sich hinter diesem Film weitaus mehr.
    Wir bekommen eine Geschichte serviert, die sich Stück für Stück wie ein Puzzle zusammensetzt. Es ist ein wenig als wenn man ein Bild zerreißt und es dann versucht zusammen zu setzen. Man hat eine klare Vorstellung davon wie das Bild am Ende aussieht, aber es dauert eine Weile bis man den Dreh raus hat.

    Wie so viele Action-Thriller gibt es da einen Faden Beigeschmack. Zwar ist die Story gut durchdacht und liefert an einigen Stellen unerwartete Details, jedoch gelingt es nicht vollends zu überzeugen. Uns Mitteleuropäern fällt es schwer, derartige Blutszenarien, ohne weitere Komplikationen ernst zu nehmen und sie als Realistisch einzustufen. Das nimmt dem Film ein wenig den Wind aus den Segeln. Denn was nützt uns eine spannende, durchdachte und Realitätsnahe Geschichte, wenn Sie in der Umsetzung eher absurd und unmöglich wirkt?

    Trotz allem bietet dieser Film sehenswerte Momente. Es ist erfrischend zu sehen, mit welcher Präzision Wunden und Verletzungen dargestellt werden. So wirkt die Erschießung von Emma auf eine ironische Art und Weise sehr beeindruckend. Statt einer Faden Einschusswunde zerspringt Ihr Oberkörper förmlich. Ein Detail, dass die Szene weitaus beeindruckender werden lässt. Dieser Strang setzt sich im folgenden Filmverlauf fort. Ebenso beeindruckend ist das Spiel mit dem Ton sowie die Erzeugung von Spannungsmomenten. Der Film ist zwar regelrecht berechenbar, jedoch hantiert er mit einer gekonnten Mischung aus Ton und Visuellem um das Publikum so einige Male zum absoluten Erschrecken zu bewegen. Das garantiert zwar Herzklopfen, minimiert aber nicht die Vorhersehbarkeit der Szenen.

    Sehr auffällig ist die Hohe Qualität der Bilder gewesen. Selten sieht man ein derart scharfgestochenes Bild ohne jegliche Flimmerer oder Verwacklungen. Ein absoluter Augenschmaus.... Weniger Überzeugend hingegen war der Ton an sich.
    So wirkt dieser gegen Anfang eher schwammig und Hintergründig, als klar und stimmig.
    Die neue Synchronisation seitens Gibsons erzeugt in diesem Zusammenhang eher ein Gefühl von Deplatzierung.

    Um bei Mel Gibson zu bleiben ist ebenfalls auffällig, dass dieser während des Films sehr emotionslos bleibt. Das ist zwar in 3/4 der Szene konkret gewollt, scheint sich in den wesentlichen emotionalen Szenen aber nicht wegdenken zu lassen. So wirken die Szenen in denen er seine Tochter sieht und augenscheinlich seinen Emotionen erliegt eher unecht und stupide.
    Alles in allem wirken die eingeblendeten Szenen mit seiner Tochter, die in diesem Zusammenhang wohl am ehesten den emotionalen Verfall seitens des Vaters darstellen sollen, eher unnötig und störend.

    Zum Ende des Films bekommt man eher das Gefühl, dass den Machern kaum noch etwas einfällt. Die Szene in der er gefesselt in der Produktionshalle liegt und kurzerhand ganz unvermittelt ausbricht um zurück in sein haus zu fahren, wirkt viel zu simpel und unrealistisch.
    Was zum Ende hin überzeugt, ist jedoch die Tatsache das Mel Gibson die ganze Szenerie nicht überlebt. Ein überspitztes Happy End im urtümlichen Sinne, hätte das Gesamtbild noch einmal drastisch verschlechtert.

    So bekommt "Auftrag Rache" von mir eine wohl gewollte 3- für seine ansprechende Puzzle-Taktik, erzielt in der Gesamtwertung jedoch nur einen Mittelprächtigen Eindruck.

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    ~*~ Daring ideas are like chessmen moved forward. They may be beaten, but they may start a winnig game ~*~

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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 01:21 
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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 01:23 
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    Kabelträger

    Registriert: Mi, 18.11.2009, 21:05
    Beiträge: 8
    Er wäre besser in Rente geblieben
    Mel Gibson in „Auftrag Rache“
    Wenn einer der erfolgreichsten Filmstars der Welt nach sieben Jahren Leinwandabstinenz als Schauspieler zurückkehrt, darf man wohl durchaus gespannt sein:
    Mel Gibson gibt sein Comeback als Thomas Craven, einen Polizisten auf der Suche nach den Mördern seiner Tochter, in Michael Campbells „Auftrag Rache“ (der Originaltitel „Edge of Darkness“ kann sich an Unoriginalität übrigens tatsächlich mit dem deutschen messen).
    Doch wenn nach drei Minuten Cravens Tochter ermordet ist, er selbst nach ungefähr zwei Trauerminuten die Ermittlungen aufnimmt und nach weiteren zwei Minuten den Glauben in den Polizeiapparat verloren hat, muss man sich fragen, ob dies wirklich eine gelungene Grundlage für den weiteren Film darstellen kann.
    Sobald dann klar wird, dass „Auftrag Rache“, anders als der Titel suggeriert, mehr als einfaches Selbstjustizdrama à la „Ein Mann sieht rot“ sein will, sondern auch den Versuch unternimmt ein US-kritischer Thriller über Nuklearwaffen-Verschwörungen zu sein, ist das Vorhaben schon zum Scheitern verurteilt.
    Phrasen über die „Nationale Sicherheit“ hat man in acht Jahren Bush-Regierung in mindestens 99 Filmen gehört, und in mindestens 100 davon waren sie überzeugender. Denn zumindest das traditionell linke Hollywood konnte mit begeisternden Filmen beißender Kritik Gewinn aus der Bush-Ära ziehen.
    Doch diese Ära ist vorbei und in „Auftrag Rache“ bleiben davon lediglich eine plumpe Beschreibung allmächtiger Sicherheitsdienste und eine krude Verschwörung über Atombomben. Während eine Genregröße wie Pollacks „Die drei Tage des Condor“ schon vor über dreißig Jahren wirkungsvoll die Angst vor einer ungestraft mordenden Regierungsorganisation spüren ließ oder „96 Hours“ bei einer ähnlich dämlichen Story wie Campbells Film immerhin eine konsequente Rachegeschichte war, versinkt „Auftrag Rache“ in Langeweile: Jeder Mord wird schon seit Minuten erwartet, jede Figur, vom tapferen Polizisten und Familienvater bis zum heimtückischen Konzernboss mit Regierungs- und Geheimdienstverbindungen ist ihr eigenes Klischee. Ein mit einem Auto durchgeführter Mordversuch, der so vorhersehbar ist wie eine Meisterschaft der Bayern, muss durch Brutalität wettmachen, was an Überraschung nicht vorhanden ist.
    Abgerundet wird die Inszenierung dadurch, dass es Campbell gelingt den Handlungsort Boston keinerlei Atmosphäre entfalten zu lassen. So hätte auch Bottrop-Kirchhelm als Schauplatz dienen können.
    Ray Winstone, der in „Sexy Beast“ sein Können gezeigt hat, ist mit der überflüssigen Rolle des undurchsichtigen CIA-Agenten Darius Jedburgh absolut unterfordert.
    Danny Huston spielt den Hauptantagonisten Jack Bennet mit dem Charisma und der Bedrohlichkeit eines Pandabären.
    Und Mel Gibson? Er wirkt als Thomas Craven wie ein gelangweilter, dröger deutscher Frührentner. Mit diesem Charme interpretiert er die Rolle von Anfang bis Ende, ohne je eine überzeugende Darstellung für Wut oder Trauer geben zu können. Letztere versucht der Regisseur dann erfolglos durch unmotiviert auftauchende Heimvideos oder Wahnvorstellungen, die Craven von der Tochter hat, zu verdeutlichen.
    Was man in sieben Kinojahren ohne Mel Gibson verpasst hat?
    Nichts.
    Um einen größeren Film zu zitieren: Sein Comeback war so überflüssig wie Titten an einem Bullen.

    Zensur: 5


    Zuletzt geändert von realgodfather am Mi, 03.03.2010, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.

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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 06:34 
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    Meinen Geschmack hat es getroffen. Von mir gibt´s dafür ne glatte 2.

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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 12:00 
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    Unterhaltsamer Trash

    Ein kleiner, recht spannender Cop-Film mit oberflächlicher Polit-Thriller-Story für Arme. Einige überzogene Kampfsequenzen und unnötige Action, gelegentlich ringsum dilettantische schauspielerische Leistung, stellenweise lächerliche Dialoge und nicht zuletzt Howard Shores viel zu dick aufgetragener epischer Soundtrack machen "Auftrag Rache" (Titel inhaltlich falsch, 6, setzen!) stellenweise zu einem unfreiwillig recht komischen Film. Im Großen und Ganzen bleibt der Film ein durchschnittlich spannender Krimi, der allerdings auf jegliche Handlungswirrungen verzichtet.

    Die Story ist tatsächlich eher ein Western mit einem Sheriff der Rache nehmen will. Mit Gibson, weil Eastwood zu alt geworden ist. Der Film tut aber geschickt so, als handelte es sich um einen Politthriller, um Freund Bildleser das Gefühl zu geben, einen anspruchsvollen Film gesehen zu haben ohne ihn dabei zu überfordern.

    Motivation und innerer Konflikt, insbesondere des Hauptdarstellers, werden nur kurz angedeutet aber kaum einbezogen. Die Figuren sind fast Bilderbuchbösewichte, der Firmenchef mit Dreck am Stecken, der korrupte Politiker, der geheimnisvolle Mann mit den Zigarren von der ebenso geheimnisvollen wie unglaubwürdigen Regierungsbehörde mit dem schwungvollen Namen LMAA oder so ähnlich. Und zur Publikumsbindung wird die Tochter von der serbischen Schönheit Bojana Novakovic sowie den größten Kulleraugen, die das Kinder-Casting auftun konnte, gespielt. Das ergibt zwar nur eine oberflächliche Bindung, aber wenn man weder Zeit, noch Talent, noch Dakota Fanning parat hat, spart man sich so die Charactere einzuführen und dem Zuschauer erst sympatisch machen zu müssen.

    Hätte aber wirklich weitaus schlimmer sein können, etliche dämliche Klischees wurden komplett vermieden und gegen Ende wird glücklicherweise nicht lange gefackelt. Ein Film mit mehr Ambitionen hätte in die recht hohle Story viel mehr pathetische Szenen eingebaut und prätentiöse Diskussionen über Moral hinzugefügt und wäre dadurch richtig unerträglich geworden. Grade noch mal Glück gehabt.

    Wenn man nicht zu viel erwartet und den Film als anspruchlose Unterhaltung nimmt, kann er durchaus Spaß machen. Vorzugsweise mit viel Alkohol und etwas Popcorn. Oder einer Flasche Ginger Ale.
    3-

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    Das Leben ist zu kurz für schlechte Filme!


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 12:50 
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    Registriert: So, 14.09.2003, 18:16
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    Wohnort: Hannover
    Mein Tochter ist verstrahlt und keiner will meine Visitenkarte haben.

    So sieht ein Film aus, der gerne ein Politthriller wäre, aber die Brisanz seines eigenen Themas torpediert, indem er jegliches Timing für ein gutes Storytelling vermissen lässt und lauter Abziehbilder von mysteriösen Figuren an den Plan ruft, deren Hintergründe und Motivationen kaum adäquat dargestellt werden. Hinzu kommt, dass Mel Gibson kein Stück besser spielt als Leslie Nielsen in "Die Nackte Kanone", dafür aber Dialoge auf vergleichbarem Niveau herunterschrammelt.

    ...was ich ihnen damit sagen möchte ist: Sie haben eine Darpa-Akte.

    5

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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 19:42 
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    Registriert: Mi, 23.07.2008, 09:24
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    Heute mal keine Kritik, sondern ein Erfahrungsbericht.

    Es hätte so ein schöner Abend werden können:

    1x Freikarte für die erste Sneak im Monat in Kino 1
    1x Gutschein für Popcorn
    1x Gutschein für Getränk
    1x Freundin

    check.

    Nach den Trailern dann die Ernüchterung: Es läuft nicht der vielantizipierte Film mit George Clooney. Na gut, geben wir diesem hier auch eine Chance...
    Aber was für ein wirrer, zielloser, komplett überflüssiger Grütz war das denn bitte? Mel Gibson irrt 2 Stunden in Ermittlungen umher, um dann im Delirium die beiden Vollprofis von Sicherheitsleuten und den Bösewicht (den er erst noch kurz vergiftet) geradeaus zu erschießen. Das hätten wir auch gleich haben können. Meine Güte, was für ein Film.

    Note: 6

    _________________
    There's some truth in your fiction
    and some fiction in your truth.

    - The Animatrix


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mi, 03.03.2010, 20:20 
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    Auftrag Rache / Edge of Darkness

    Erinnern Sie sich noch?
    Acht Jahre ist es her, seit Mel Gibson mal eine Hauptrolle in einem Film spielte
    (geradezu bildhübsch fehlbesetzt als Kirchenmann in "Signs"), anstatt seine religiösen Märtyrerphantasien, die er schon in seinen Actionfilmen auf hohem Selbstzerstörungslevel zelebrierte, nur als Regisseur auf Film zu bannen oder durch Antisemitismusattacken in Trunksuchtsrückfällen aufzufallen.
    Mit "Edge of Darkness" (den mal wieder enorm eindimensional dämlichen Titel lassen wir mal weg) hat er offenbar endlich wieder ein Thema gefunden, daß seinen Zwängen entgegen kommt, denn Leid und Rache für seine Figur stehen wieder ganz oben auf dem Programm.

    In Martin Campbells Filmversion seiner eigenen BBC-Miniserie aus den 80er Jahren darf er, sichtlich ergraut, aber immerhin sein Alter akzeptierend, den Polizisten Craven geben, dessen Tochter einem Mordanschlag zum Opfer fällt, nachdem sie in einer Nuklearfabrik auf einige Mißstände aufmerksam wurde und Informationen mitgehen ließ.
    Grund genug für den Filmverleih, daraus eine Montage von brutalen Actionsequenzen zusammen zu schneiden, um das alles als den neuen Gibson-Actionreißer im handlichen Bronson-Format zu promoten, doch nichts könnte mehr täuschen.

    Campbells Film mag zwar Gibsons typischen Filmfiguren entgegen kommen, im Wesentlichen handelt es sich jedoch um einen Politthriller mit Umweltbezügen, in dem der Einzelne seinen einsamen Weg geht, alle Hindernisse aus dem Weg räumt, um Gerechtigkeit für ein Verbrechen zu üben und dabei Mißbrauch, Geschäftemacherei und Korruption aufdeckt.
    Generell sieht man solche Filme heutzutage eher nicht mehr auf einer großen Skala, das politische Kino steckt bis zu den Knien im Arthaus, Unterhaltung soll möglichst flach sein - insofern hat und hatte Campbell mit seinem Baby schon vorneweg ein Problem.
    Er muß nämlich folglich eine Art Spagat schaffen zwischen den Ansprüchen und Botschaften und dem Publikum, das von dem Darsteller einen gewissen Starbonus und entsprechende Zugänglichkeit der Themata erwartet.

    Das bekommt der Filmversion leider nicht besonders gut, obwohl in vergangenen Zeiten (sprich die politisch motivierteren Spätsechziger und Siebziger Jahre) durchaus namhafte Darsteller in Filmen glänzen konnten, die sich als Einzelkämpfer gegen ein überlegenes System stellen, sei es nun wirtschaftlich oder politisch motiviert, man kann da mit Namen spielen wie Franco Nero, Lino Ventura oder Warren Beatty. Dennoch ist Campbells thematischer Ansatz ein zutiefst europäischer - während sich die Amerikaner zuletzt mehr kriegskritischen Filmen verschrieben haben.

    Doch wie dem auch sei, man mußte für diesen Film gut 300 Minuten TV in knapp 110 Minuten Kino einkondensieren, ein Prozess, der meistens an die inhaltliche Substanz geht. Und tatsächlich entschied sich das Autorenduo auch nur für eine simplere Verschwörungshandlung, eine einfachere Schurkenkonstellation und dafür für Konzentration auf den Hauptdarsteller, der sich wider der allgegenwärtigen Bedrohung Stück für Stück ins Herz der Finsternis vorgräbt.
    Die Stärken der Vorlage kann man immer noch spüren, Gibson ist durchaus kompetent als der eiskalte Wolf, der resignativ die übermächtigen Gegner akzeptiert und dennoch zurückschlägt, während er von dem Sicherheitsmann und Killer Jedburgh, den Politiker auf ihn angesetzt haben, mit Informationen ständig in der Schwebe gehalten wird.

    Um diese beiden Figuren kreist dann auch der Plot: war Jedburgh in der Serie noch ein aufklärerischer Mitstreiter, bleibt er hier eine undurchsichtige Gestalt, die scheinbar für einen Mord engagiert wird, dann aber eigene Motive und Motivationen einfließen läßt, um im Hintergrund die Fäden miteinander zu verknüpfen, bevor er entscheidet, welchen Handlangerdienst er nun ausführen soll oder sollte.
    Die mehrfachen Treffen von Gibson und dem subtil bedrohlichen Ray Winstone sind dann auch die Höhepunkte des Films, die dem actionorientierten Publikum vermutlich eher verwirrend oder langgezogen vorkommen, jedoch schön zurecht geschliffen sind.

    Dennoch bleibt Jedburgh in der viel kürzeren Filmversion ein seltsam unterentwickeltes Enigma, das notgedrungen am Rand mitentwickelt wird und dessen Rolle mehr ein Überraschungsfaktor als eine logisch aufgebaute Figur ist.
    Der Fall an sich wird schon recht bald durchsichtig - die Frage, die sehr früh aufkommt, ist nur, wie weite Kreise der Fall ziehen wird und wie weit man Gibson/Craven damit kommen lassen wird. Richtige Actionsequenzen werden so nur punktuell gesetzt, wirken damit aber auffälliger, brachialer und realistischer als ein alberner Overkill, wie er möglich gewesen wäre.
    Dennoch strahlt der Film eine gefährliche Ruhe und Unruhe gleichzeitig aus und fließt so düster dahin, daß er Sogwirkung ausübt, sofern man sich darauf einlassen kann, was angesichts von Gibsons Vorgeschichte und seiner für ihn so typischen Filmfigur zugegeben nicht ganz einfach ist.

    Die größte Schwäche dabei ist dann das Finale, das sämtliche Fäden anscheinend für ein sehr zweischneidiges Happyend (?) zusammenführen und wieder auflösen muß und das ruckhaft, gewalttätig und sehr forciert daherkommt, erstmals fliegen hier bisherige Motivationen und logische Nachvollziehbarkeit aus dem Fenster, wenn die Verantwortlichen sich zu sehr von Gibson aufscheuchen lassen und mehrere Akte der Gewalt nicht Klärung nach sich ziehen, sondern Auflösung durch Zerstörung.

    So wirkt der Politthrilleranteil dann doch ein wenig wie ein simples Mittel zum Zweck, was der Stoff (der im übrigen Mark Wahlbergs "Shooter" in groben Zügen ähnelt) nicht verdient hat und serviert zwar kein leichtes Soufflé, aber doch einen verdaulichen Happen, anstatten den Einzelnen in/an der Verschwörung scheitern zu lassen. Diese Form des filmischen Realismus/Nihilismus hat man sich seit den 70ern leider nicht mehr bewahrt oder konnte ihn sich mit einem Megastar nicht leisten, dennoch wirkt der Film gegen die Actionvorlagen, die man sonst geliefert bekommt, wie subtiles Filmmaterial, das sich mal auf Charaktere und Story verläßt, anstatt beides nur in brüchigen Angeln herumquietschen zu lassen, während einem Kugeln um die Ohren fliegen.
    Campbell, der beide Genres beherrscht, wenn er will, hat sich möglicherweise keinen Gefallen getan, denn der Film wird so nicht zu einem Meilenstein oder kleinem Manifest mit ernsten Tönen, ist aber einer der besseren und weniger konventionelleren Thriller, die sogar Gibsons Christusfiguren etwas mehr Spielraum für Tiefe lassen. Kompetenz ist vorhanden, Gibson wieder im Spiel, jetzt müßte sich nur mal wieder jemand an Plots trauen, die den Regimekritiker in uns wirklich rotieren lassen. Hier zucken nur leicht die Knie. Immerhin, noch Leben drin!
    3

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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Fr, 05.03.2010, 11:52 
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    2- 3 kurze Szenen hätte man getrost weglassen können (wäre besser für die Story und den ganzen Film). Großartig, besonderes und neues war der ganze Film nicht, aber es war trotzdem nicht langweilig den Film zu gucken.
    Und Mel Gibson ist ja auch kein "unsympatischer".

    Fazit: Nach langem mal wieder in der Sneak gewesen und nicht enttäuscht worden 2-!

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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Fr, 05.03.2010, 14:37 
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    Liebe Cinephile,

    Mel Gibson war echt mal heißer Scheiß. Also jetzt nicht für mich, aber immerhin für die amerikanische Filmindustrie: Gläubig, kein übler liberaler Freigeist, sondern ein echter Familien- und Prinzipienmensch, bibelfest mit großen, patriotischen Heldenrollen, durch die ein Film mit ihm im Schnitt durchaus um die 300-400 Mio. $ einspielen konnte. In der Mitte des letzten Jahrzehnts wurde es dann aber ein bisschen komisch: Gibson produzierte und regierte ein aus eigener Tasche finanzierten, fundamentalistischen Bibelfilm über die Leidensgeschichte Jesu, in dem ausschließlich Hebräisch und Lateinisch gesprochen wurde. Der Film spielte unglaubliche 600 Mio. $ ein. Danach folgte mit Apocalypto noch so ein verschrobener Film über die Maya Frühkultur, in dem auch ausschließlich Mayathan gesprochen wurde. Was an beiden Filmen, neben der fanatischen religiösen Sichtweise bei der "Passion" irritiert, war sein unglaubliches Gewaltpotential. Herr Gibson schien doch einige, sehr ausgeprägte Gewaltfantasien zu haben, die über das normale Maß hinausgehen. Als er dann noch besoffen Auto fuhr und bei einer Polizei-Kontrolle antisemitische Bemerkungen lallte im Sinne von "Die Juden haben alle Kriege gestartet!" war die Befremdung doch ein wenig zu groß und der Star zog sich zurück. Jetzt scheint er mit Auftrag Rache wieder seine ersten Schritte in der Öffentlichkeit zu wagen. Und setzt dabei auf Bewährtes: Von Mad Max über Kopfgeld und Payback bis nun hin zu Auftrag Rache sind Rachegeschichten ein Leitmotiv in Mel Gibsons Filmografie. Er spielt den rechtschaffenden Normalo, dem Unrecht angetan wird, was er auf extremste Weise rächt.

    Rachegeschichten sind ja seit den 70er Jahre Charles Bronson Filmen ein ziemlich ausgebranntes Genre und funktionieren in heutiger Zeit meistens entweder als Trash-Film (Death Sentence) oder als platter, aber rasant erzählter Action-No-Brainer wie bei 96 hours. Auftrag Rache versucht aber, mehr zu sein...oder besser gesagt: Er versucht, zuviel zu sein. Mit Gibson ist er ein klassischer Vengance-Stoff, inkl. Selbstjustiz und genüßliche Prügelorgien. Aber irgendwie hatten die Macher wohl Angst, das würde nicht reichen, und haben noch eine riesen Bausch an Verschwörungstheorien reingebaut, inkl. Militär, Staatsaufträge, Geheimdienste und natürlich die noch geheimeren Geheimleute, die selbst der Geheimdienst nicht kennt (Ray Winstone). Das ist durchaus nicht unamüsant, aber natürlich auf Dauer ein bisschen ermüdend.

    Mel Gibson selber liefert natürlich seine routinierte Show ab. Das kann er wirklich gut, das muss man schon sagen. Der Mann war nicht umsonst mal eine Megastar. Doch irgendwie stellt sich einem doch auch die Frage: Wie lange will er das eigentlich noch machen? Hier kann er sich mit einigen Szenen noch in den ironischen Bereich retten...doch schleichen sich durchaus auch unfreiwillig komische Szenen ein. Aber alles in allem "Auftrag Rache" zwar fast schon ein Stück Kinoatavismus, oder wenigstens 90er- Jahre Nostalgie. Aber wie Moonshade schon sagte, immer noch besser als die heutigen krach-bumm Filme, die es teilweise so gibt. So: 3-

    Bin gespannt, wann Robert de Niro mal wieder einen Psychopathen spielt...

    Ahoi
    Raging Penguin

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    Eifersucht ist die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
    --
    "If you don't know about society, you don't have the pleasure avoiding it."


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Fr, 05.03.2010, 20:51 
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    Ich fand den Film etwas enttäuschend...mal ehrlich....?
    Mel Gibson....war der nicht in Rente?
    Hatte ich zumindest gedacht. :naja:
    Ein großer Kassenschlager wird der Film wohl nicht werden, aber ist ja alles Geschmacksache.....nicht wahr?
    ;-D
    Da ich kein großer Schreiberling bin, oder besser gesagt...Schreiberin...bin... :biggrin: ...
    Bleib ich lieber bei einer kurzen und knappen Antwort....
    Konnte mich zwischen eine 4+ und einer 3- nur schwer entscheiden......
    und es wurde ne......
    3-.
    ....ein bißchen schlechter als der Durchschnitt.
    Den Film kann man schon mal schauen, aber werd ihn mir nicht auf DVD holen, oder ein zweites mal ansehen....auch wenn ich ne Goldkarte habe.
    Sorry....
    Lg Nic

    _________________
    LG Nicole


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Sa, 06.03.2010, 21:48 
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    Auftrag Rache

    Mel Gibson´s Comeback als Hauptdarsteller nach siebenjähriger Abstinenz:
    Er gibt den älteren Mordermittler Thomas Craven, einen eigentlich ruhigen, wenn es darauf ankommt jedoch knallharten Cop. Nach langer Zeit kommt seine Tochter Emma (Bojana Novakovic) mal wieder zu Besuch, die im Technologiekonzern Northmoor arbeitet. Kaum zu Hause angekommen, blutet Emma aus der Nase und erbricht Blut. Craven will seine Tochter zum Arzt bringen, doch kaum aus der Tür wird Emma von einem Maskierten erschossen. Craven glaubt zuerst an ein Versehen, dass der Schuss ihm gegolten habe, doch seine privaten Ermittlungen ergeben ein anderes Bild: seine Tochter hat offenbar ein Doppelleben geführt, neben ihrer Tätigkeit bei Northmoor war sie Umweltaktivistin und wollte einen Skandal bei ihrem Arbeitgeber aufdecken. Sie war bereits zum Zeitpunkt ihres Todes radioaktiv verseucht. Craven, voller Schock und Trauer über den Tod seiner Tochter, macht sich auf die Suche nach Erklärungen und Sühne. Er will die oder den Schuldigen nicht verhaften, sondern will den Tod seiner Tochter auf seine Weise rächen und obwohl er eigentlich nicht gewalttätig ist, ist dies auf seinem Weg unvermeidbar. Aber er hat nichts mehr zu verlieren. Er findet sich bei seinen Ermittlungen wieder in einem Wust von Korruption und Erpressung, Politik, Wirtschaft und Geheimdienst. Er geht seinen Weg bis zum bitteren Ende.

    Der Film ist ein Remake der TV-Serie „Die Plutonium-Affäre“ aus den achtziger Jahren. In dieser Zeit sind zahlreiche Thriller mit derartigem Inhalt gedreht worden. Deshalb erscheint die Handlung auf den ersten Blick auch ein wenig nostalgisch, darum aber nicht weniger reizvoll und unterhaltend, wenn man von einigen Ungereimtheiten und Verwirrungen einmal absieht. Nehmen wir dazu nur einmal den Regierungsagenten Darius Jedburgh (Ray Winstone), der offenbar noch geheimer arbeitet als der Geheimdienst, oder den Chef von Northmoor, Jack Bennet (Danny Huston), dessen Figur bis zum Schluss undurchsichtig bleibt. Oder Emmas Freundin, die, kaum dass sie Craven auf offener Straße einige Informationen gegeben hat, kurzerhand überfahren wird. Die Gewaltausbrüche kommen dermaßen überraschend, dass man häufig im ersten Moment nicht weiß, wer, warum und in wessen Auftrag wen umbringt. Aber insgesamt sind diese Ausbrüche eine durchaus gelungene Abwechslung zu den ruhigen Sequenzen des Films.

    Mel Gibson spielt die Rolle des Thomas Craven mit äußerst knapper Mimik und trägt seine Trauer über den Tod seiner Tochter nicht unbedingt zur Schau, man spürt sie eigentlich nur in seinen Bild gewordenen Erinnerungen an seine Tochter, das Anschauen alter Filme und in seiner ungeheuren innerlichen Wut, die man trotz seiner Sachlichkeit spüren kann.
    Trotz seiner 54 Jahre wirkt er für mich als „alter“ Cop glaubwürdig. Ich kann einigen Mitkritikern hier nicht zustimmen, Gibson sei mit 54 Jahren zu alt und solle in Rente gehen. Hier führe ich mal Harrison Ford an, der mit 65 Jahren noch den Indianer Jones gegeben hat, trotz der Gefahr, sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Aber das ist Geschmacksache und jeder soll hier selbstverständlich seine eigene Meinung haben.

    Für alle, die dieses Genre mögen und keine allzu hohen Ansprüche stellen, ist der Film zwar bis auf das Ende ziemlich vorhersehbar, trotzdem aber spannend und abwechslungsreich, auch wenn dieses Thema des Rachefeldzugs für den Tod der Frau, der Tochter oder der ganzen Familie schon zigmal auf die Leinwand gebracht worden ist, zuletzt durch Gerald Butler in „Gesetz der Rache“ .

    Note: 3 + .


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 07.03.2010, 10:44 
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    Auftrag schlecht ausgeführt

    Eigentlich würde ich ja gerne mal wieder eine positove Kritik schreiben. Leider ist mir das hier nicht möglich. Dieser Film steht unter dem Motto "Viel gewollt, wenig gekonnt".

    Mel Gibson als liebender Vater entdeckt, dass nicht er das Ziel des Mordanschlags war, sondern seine Tochter. Fortan versucht er den Mörder zu finden und entdeckt eine geheime Organisation. Das soll zum Inhalt reichen.

    Bei diesem Film stimmt fast nichts. Der Trailer suggeriert einen Actionfilm, das ist der Film nun gar nicht. Es gibt einige wenige Actionszenen, die aber aufgrund des Alters von Mel Gibson natürlich keine großen Kampfszenen werden können. Das ist aber tatsächlich einer der wenigen Pluspunkte des Films, denn man sieht Mel Gibson in den Actionszenen sein Alter an und man sieht wie klein Mel Gibson ist. Es wird nicht der 54 jährige Superheld vorgeführt. Eigentlich ist der Film ein "Politthriller", denn im Wesentlichen geht es um das Aufdecken der Machenschaften einer Firma, die Nuklearmaterial und wohl auch Waffen produziert und an "Terrorländer" verkauft. Leider fehlt dem Film die Spannung. Der Titel ist somit völlig Fehl am Platze, denn ein Rachefilm wie z.B. Gesetzt der Rache des letzten Jahres oder die alten Bronsonfilme ist dieser Film nicht. Das Thema ist sicher interessant, nur leider wird es mangelhaft umgesetzt. Es entsteht kein richtiger Spannungsbogen. Die Figuren werden in ihren Charakteren kaum beleuchtet. Der auf Gibson angesetzte Killer bleibt eine völlig mysteriöse Figur in dem Film. Warum legt er Gibson nicht um sondern am Ende seine Auftraggeber? Absolut schwachsinnig die Flucht von Mel Gibson aus der hochsicherheitsbewachten Firma, nachdem er vergiftet wurde und schon sehr schwach ist. Diese Flucht wird daher wohl aus gutem Grund auch gar nicht groß gezeigt. Der letzte Pluspunkt ist das Ende, welches dem Film nicht das übliche Happy End liefert.
    Spoiler: anzeigen
    Denn der "Rächer" stirbt am Ende.


    Fazit: Jeder alte Lethal Weapon Film mit Mel Gibson macht auch in der 5 Wiederholung noch mehr Spaß als dieser Hollywoodschrott Note 4-

    _________________
    Nicht alles was der Kardassianer sagt hat er auch so gemeint ;-)


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 07.03.2010, 18:04 
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    In dem amerikanischen Actionthriller Auftrag Rache, einem Remake der britischen TV-Serie "Die Plutonium-Affäre", geht es um einen Polizisten, der den Mord an seiner Tochter aufzuklären versucht und dabei auf eine weitreichende politisch-industrielle Verschwörung stößt.

    Der Polizist Thomas Craven erhält Besuch von seiner Tochter Emma, die kurz nach ihrer Ankunft von einem maskierten Mann erschossen wird. Craven leidet sehr unter diesem Verlust und stürzt sich in Ermittlungen, um den Mord aufzuklären. Dabei findet er heraus, dass Emma darauf gestoßen ist, dass ihr Arbeitgeber, das Nuklearunternehmen Northmoor, mit Rückendeckung eines US-Senators verbotene Waffen herstellt. Unterstützt wird Craven von dem Regierungsagenten Jedburgh, der eigentlich dafür sorgen soll, dass Craven die Verschwörung nicht aufgedeckt, aber der zuerst auch die genauen Hintergründe kennen möchte.
    Als Craven durch einen Giftanschlag schwer erkrankt und durch massiven Druck auf die Polizei weitere Ermittlungen verhindert werden sollen, erkennt er, dass er nichts mehr zu verlieren hat, schickt seine Beweise an die Presse und tötet den Chef von Northmoor sowie die angestellten Killer. Daraufhin wendet sich auch Jedburgh von seinen Auftraggebern ab und tötet den verantwortlichen Senator und dessen Mitverschwörer, bevor er selbst erschossen wird. Am Ende stirbt Craven in einem Krankenhaus und wird von Emma abgeholt.

    Der Film erzählt eine spannende Geschichte, die aber leider etwas schleppend umgesetzt wird. Insbesondere erhält man als Zuschauer gerade am Anfang trotz vieler Dialoge nur wenige Informationen und kann die Zusammenhänge der Handlung erst recht spät nachvollziehen.
    Auch ist es schade, dass die Art der illegalen Machenschaften von Northwood keine große Rolle spielt. An zwei Stellen erfährt man eher nebenbei, dass es sich um die Herstellung schmutziger Bomben handelt, die ihrer Bauform nach keinen Rückschluss auf ihren Ursprung in den USA zulassen sollen. Für wen und zu welchem Zweck diese Waffen eigentlich gedacht sind, wird nicht gesagt. So wird zwar klar, dass es sich hier um etwas böses handelt, aber an Tiefe gewinnt der Plot dadurch nicht.
    Außerdem ist das Verhalten der Figuren manchmal nicht ganz nachvollziehbar. Zum Beispiel habe ich mich gefragt, wieso Jedburgh überhaupt engagiert wird, wenn der Senator es sowieso zulässt, dass Northmoor versucht, Craven zu beseitigen.

    Insgesamt bietet der Film aber immer noch ausreichend Spannung, um gut zu unterhalten, und auch die emotionale Komponente mit Craven und seiner Tochter wird gut umgesetzt.

    Note: 2-


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 07.03.2010, 21:37 
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    Auftrag Rache

    Thomas Craven (Mel Gibson), Polizist wird von seiner geliebten 24 jährigen Tochter Emma (Bojana Novakovic) besucht. Gleich am Abend erbricht sie Blut und beide verlassen das Haus, um ins Krankenhaus zu fahren. Dazu kommt es nicht mehr. Ein maskierter erschiesst Emma, nachdem er laut den Namen Craven ruft. Die ersten Vermutungen, es wäre ein Anschlag auf Thomas gewesen und es hätte versehentlich seine Tochter getroffen, bestätigen sich nicht.
    Emma arbeitete im Technologiekonzern Northmoor. Da sie durch ihre Aktivitäten im Umweltschutz,ihren eigenen Arbeitgeber und dessen Plutonium-Affaire, nicht länger verheimlichen kann, trachtete man nach ihrem Leben.Sie wurde langsam vergiftet.
    Thomas Craven macht sich auf die Suche nach den Verantwortlichen, für Emma`s Tod. Es wird quasi ein Alleingang
    mit erschreckenden Wahrheiten die sich nach und nach auftun. Leichen pflastern seinen Weg...

    Mel Gibson ist wieder da. Die Rolle passt zu ihm. Es ist auch gar nicht so einfach, sich noch nie dagewesene Charaktere für ihn vorzustellen.
    Zuerst scheint der Film ein typisches Schema abzuspulen. Er schafft aber eine Spannung, die keine Langeweile zulässt. Das Schreiben wir mal dem Regisseur zu. Plutonium-Affairs, eine Serie in einen Film zu wandeln,lässt nicht zu, jede Begebenheit genau zu erklären. Dafür ist es doch ein recht zufriedenstellendes Ergebniss.

    Note: 3

    _________________
    Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorbei, in der man kann.


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: So, 07.03.2010, 23:16 
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    Registriert: So, 28.12.2008, 20:51
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    Mit "Auftrag Rache" (Edge of Darkness) gab es Mel Gibsons Comeback.
    In diesem Film spielt Mel Gibson ein älteren, eher introvertierten, Polizisten namens Thomas Craven der Besuch von seiner einzigen Tochter Emma bekommt. Es fängt alles ganz harmlos an, bis zu dem Augenblick in dem sie Blut erbricht. Gerade als sie sich auf dem Weg in ein Krankenhaus machen wollen, erscheint ein maskierter Fremder in der Einfahrt, schreit "Craven" und erschießt Emma. Natürlich denken alle erst mal, Thomas eingeschlossen, dass dieser Anschlag ihm galt, da er schon einige böse Jungs hinter Gitter gebracht hat.
    Doch nachdem Thomas einige Nachforschungen über Emma angestellt hat, er wusste eigentlich kaum etwas über ihr derzeitiges Leben, wird ersichtlich, dass der Anschlag doch nicht ihn selbst als Ziel hatte. Spätestens als er sich mehr mit ihrem Arbeitgeber, der nuklearen Forschungseinrichtung "Northmoor" befasst und ihn der undurchsichtige und mysteriöse Darius Jedburgh (Ray Winstone) besucht und ihn ein wenig mehr auf die richtige Spur setzt, wird klar, es wurde das richtige Ziel ausgeschaltet: Emma!
    Dieses muss natürlich gerächt werden und so macht sich Craven auf die wahren Hintermänner ausfindig zu machen. Hierzu nutzt er seine Möglichkeiten als Polizist, als auch eher illegale Methoden, weiß er doch genau, dass seine Gegner ihm als Polizist schlecht etwas anhängen können, vor allem da sie selber in absolut illegale Machenschaften verwickelt sind. Möglicherweise sogar dem Bau sogenannter "Schmutziger Bomben" (http://de.wikipedia.org/wiki/Radiologische_Waffe) für den Nahen Osten. Durch diese Hintergrundinformation findet er heraus, dass Emma radioaktiv verseucht wurde (Das Blut spucken am Anfang.) und bald stellt er auch an sich, die ersten Symptome fest. Es ist also an der Zeit schnell seine Rache zu vollziehen um endlich wieder mit seiner Tochter vereint zu sein, den Rest macht dann der mysteriöse Darius Jedburgh.

    Anfangs denk man, vor allem wenn man die Trailer für den Film gesehen hat, es wird ein typischer "Mel Gibson übt Rache für seine Familie Film". Überraschenderweise bzw. zum Glück ist der Film doch nicht so platt wie vermutet, was auch an der schauspielerischen Leistung von Gibson liegt. Es ist sogar ein politischer Thriller, der sich mehr oder weniger gekonnt mit der Verstrickung zwischen Wirtschaft und Politik beschäftigt. Weniger gekonnt deswegen, da sich doch einige nicht nachvollziehbare Handlungsstränge auftun und viele Wendungen doch sehr plötzlich kommen. Dieses Manko lässt sich zumindest nachvollziehen, wenn man sich mit den Hintergründen beschäftigt. So beruht der Film auf der sechsteiligen BBC Serie "Edge of Darkness". Vielleicht hätte man nicht alle Handlungsstränge in den Film integrieren sollen oder dem Film länger als 120 Minuten machen sollen. Wie auch immer, jedenfalls kann man nicht behaupten das Comeback von Mel Gibson wäre desaströs, aber eben auch nicht, es wäre überaus erfolgreich.

    Letztendlich wird es eine 3.

    Willkommen im Mittelmaß Mister Gibson.

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    Gäbe es nicht das wilde TIER in uns, wir wären kastrierte Engel.
    (Hermann Hesse)


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     Betreff des Beitrags: Re: AUFTRAG RACHE (02.03.2010)
    BeitragVerfasst: Mo, 08.03.2010, 13:45 
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    "Auftrag Rache" war nun nicht der erwartete Film. Trotzdem habe ich versucht ihm eine Chanche zu geben. Leider fällt das aber eher schwer.

    Die Story an sich ist nichts wirklich neues. Jemand deckt einen Skandal auf und nun wird er bzw. seine Familie von irgendjemanden gejagt. Dabei sind die Politik, ein Unternehmen und noch ein paar geheimnisvolle Leute verstrickt. Das am Ende jemand sterben muss, war fast schon klar.

    Von der Umsetzung her gibt es im Film gute Szenen und auch schlechte Szenen. Teilweise wirkt die Handlung abgehackt. Gerade auch der Polizist im Hauptakteur kommt in meinen Augen im zweiten Teil des Film viel zu wenig zur Geltung. Er wird zwar noch als Polizist dargestellt, nur fehlt irgendwie die Polizei als Institution, die ihm bei seinen Machenschaften auf die Finger haut. Spätestens ein Senator sollte es wohl schaffen einen einfachen Polizisten in seine Schranken zu weisen.

    Trotz guter schauspielerischer Leistungen erzeugt der Film in einigen Stellen Unglaubwürdigkeit. Offensichtliches wird nicht erkannt und manche Szenen sind selbst für Zufall zu optimistisch. Ein gutes, der Stimmung angepasstes Szenenbild entschädigt hier aber etwas.

    Insgesamt bringt der Film trotz mittelmäßiger Erzählung doch einige Szenen mit Aha-Erlebnis. Von daher gibt es noch eine 3.

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