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Wir beginnen die Reise durch eisige nordische Länder von 1940 bis 1945 - genannt ‚Max Manus‘ nach dem gleichnamigen Protagonisten - mit einer inzwischen nicht mehr allzu originellen aber dadurch nicht weniger guten Szene, in der Zeitungen und Zeitungsartikel eingeblendet werden um den Zuschauer langsam an den Hintergrund heranzuführen, vor dem der Film spielt, gefolgt von der meistwiederholten Szene des Schauspiels, nämlich dem Krieg in Finnland, in dem Max Manus als norwegischer Freiwilliger gegen die deutschen Deutschen kämpft - man merkt schon, die Landeszugehörigkeit ist sehr wichtig hierbei - und sein Leben für seine Kameraden riskiert, wobei der Ausgang der Szene jedoch noch nicht gezeigt wird, sondern bei jeder Wiederholung ein paar Sekunden mehr preisgegeben werden, sodass wir uns stattdessen zusammen mit dem Protagonisten im Krankenhaus wiederfinden, weshalb man denkt, er sei dort aufgrund der Verletzungen die er in der gezeigten Kriegsepisode zugefügt bekommen haben sollte, was aber nicht stimmt, da mithilfe einer Rückblende anschließend erklärt wird, wie genau er nach dem Krieg in Finnland wieder nach Norwegen kam, dort mit ein paar Freunden eine Widerstandszelle gegen die Deutschen gründete, die mehr oder weniger kampflos Norwegen eingenommen hatten, und durch ziemlich dilettantische erste Gehversuche als Untergrundkämpfer und -propagandist die Nazis auf sich aufmerksam machte, die ihn dann in seinem Haus überraschten, aus dem er per Sprung aus dem Fenster entkam, was dann auch den Krankenhausaufenthalt erklärt und zugegebenermaßen eine meiner Meinung nach ziemlich gelungene Umsetzung ist, auch wenn etwas mehr von diesem Umherspringen in der Chronologie dem Film wahrscheinlich gut getan hätte, der ab dort (zumindest anscheinend, ich kenne mich mit der Geschichte des echten Max Manus nicht gut genug aus, um es tatsächlich zu beurteilen) doch arg chronologisch verlief und dadurch etwas an Fahrt verlor, da die Handlung, die, wie das Leben es eben so spielt, mal interessanter, mal weniger interessant war, höchstens mal durch einen weiteren Einschub der Szene aus Finnland aufgewertet wurde, die an sich sehr schön inszeniert war und als stets wiederkehrender Gedanke unseres lieben Protagonisten auch durchaus ihre Daseinsberechtigung hat, jedoch durch einige weitere Episoden des Krieges aus seiner Sicht hätte etwas abwechslungsreicher dargeboten werden können - spätestens beim dritten mal kennt man die Szene dann eben einfach - und so auch nicht wirklich die benötigte Abwechslung im stetigen Untergrundkampf gegen die Nazis, der daraus besteht, dass Max reichlich riskante Ideen hat und diese mit Glück irgendwie überlebt, wohingegen alle seine liebgewonnenen Freunde einer nach dem anderen mit ihrem Leben bezahlen müssen, bot, und die eben doch sich vom Grundprinzip her stets wiederholende Geschichte - Aktion planen, Aktion durchführen, Freund sterben, in ein anderes Land gehen, zurückkommen - auch nicht wirklich aufwerten konnte, wobei noch die Liebesbeziehung hinzuzufügen ist die mit ihrem ewigen hin und her, wie es sich für Liebesbeziehungen in einem Film nuneinmal gehört, auch reichlich wiederholend hinzukam, sodass als einzige Ablenkung eigentlich nur die wirklich schönen Landschaftsaufnahmen dienen, die auch reichlich in den Film eingeflossen sind, und der Humor, der in diesem Hintergrund natürlich viel stärker wirkt als in einer seichten Komödie, sodass mir wirklich nicht einfällt, wie ich die 1- rechtfertigen kann, die ich diesem Film gebe, der trotz aller Abwechslungslosigkeit und ziemlich komischer Moral, in der die Deutschen nicht böse sind, weil sie böse Dinge tun, sondern weil sie deutsch sind, und die Norweger auch nur gut sind, weil sie norwegisch sind, was sich am Ende aber als ziemlich gut durchdacht herausstellt, da auch unser lieber Protagonist schließlich erkennt, dass eine Fahne die man offen aufhängen darf um irgendeiner Form von Nationalstolz nachzukommen keine Freunde <irgendeiner> Nationalität ersetzt, doch eine wirklich tolle Atmosphäre besaß und mich, obwohl ich von Nazifilmen schon mehr (weit mehr!) als nur übersättigt bin und freiwillig nie von selbst in eine solche Vorstellung gegangen wäre, trotz allem gefesselt hat und mir einen wirklich schönen Abend bescherte.
_________________ “We all are dreaming.”
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