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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: So, 07.02.2010, 17:05 
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Statist

Registriert: Di, 05.01.2010, 13:08
Beiträge: 68
Max Manus ist ein Kriegsdrama nach den autobiografischen Büchern des norwegischen Widerstandskämpfers Max Manus.

Als der Zweite Weltkrieg Skandinavien erreicht, entschließt sich der norwegische Abiturient Max etwas gegen die Angreifer zu unternehmen. Zuerst kämpft er in Finnland gegen die Sowjetunion und schließt sich danach im besetzten Norwegen dem Widerstand gegen die Deutschen an. Im Laufe der Zeit wird er zu einem der führenden Köpfe der Bewegung und kann mit Unterstützung durch die Briten viele erfolgreiche Sabotageaktionen durchführen. Während des Krieges werden aber die meisten von Max' Freunden getötet, was in ihm immer stärkere Schuldgefühle und Depressionen auslöst. Er fängt sich nach den Krieg wieder, aber aus dem Abspann erfährt man, dass er das Erlebte nie wirklich überwinden konnte.

Die Geschichte wird mit Schwerpunkt auf die Charakterentwicklung erzählt und ist trotz einiger brutaler Kampfszenen eher ruhig umgesetzt. Zwar ist es schön zu sehen, dass hier die Kriegskulisse nicht dazu verwendet wird, aus dem Film einen Actionstreifen zu machen, aber an einigen Stellen gibt es leider auch ein paar Längen. Pflichtschuldig werden wesentliche Stationen in Max' Widerstandskarriere abgeklappert, aber wirkliche Spannung kommt nicht auf, da das Leben halt keine perfekten Drehbücher schreibt.
Meiner Meinung nach hätte man den Film ohne Probleme um gefühlte 45 Minuten kürzen können, aber immerhin habe ich etwas über einen meist weniger im Mittelpunkt stehenden Schauplatz des Zweiten Weltkriegs erfahren und bin zum Nachdenken über Sinn und Unsinn von freiwilligem Engagement in einem Konflikt angeregt worden.

Insgesamt war die Zeit im Kino also eine ansehnlich inszenierte Doppelstunde in Geschichte, mehr aber auch nicht.

Note: 3


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: So, 07.02.2010, 17:34 
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Langweilig, denn zum einen ist mir der norwegische Widerstand gegen die Nazis egal und zum anderen bewegte sich die Finesse der Inszenierung auf Fernsehfilm-Niveau. Eintönige Kameraeinstellungen gepaart mit Filmmusik aus Instant-Einheitsbrei-Pulver und durchschnittlichen darstellerischen Leistungen. Das alles basierend auf einem linearen Drehbuch ohne besonderen Schmiss oder Kniffe.

4 mit krankhaft fettleibigen MINUS.

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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: So, 07.02.2010, 18:25 
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Moviestar
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Max Manus

ein Film über einen norwegischen Wiederstandskämpfer während der Besetzung Norwegens durch die Nazis im zweiten Weltkrieg.

Der Film zeigt quasi die Biografie von Max Manus, erzählt, was er für sein Land getan hat. Norwegen hatte kein Heer und wurde von den Nazis wiederstandslos besetzt. Doch es bildeten sich Gruppierungen, die sich damit nicht abfinden wollten. So auch eine Gruppe um Max Manus, der eine Armee aufbauen wollte, um gegen die Deutschen zu kämpfen. Er selbst ist als freiwilliger an der Front von Schweden gewesen und möchte auf gleiche Weise nun seinem Land helfen.

Wer über Geschichte nicht viel weiß, für den ist der Film ganz interessant. Auch wer den Namen Max Manus noch nicht gehört hat, wird hier einiges über ihn erfahren. Stellenweise ist der Film auch recht spannend, z.B. als sie Bomben an Nazischiffen anbringen und dabei fast erwischt werden. Jedoch fällt es dem Zuschauer schwer, sich mit Max Manus und den anderen zu identifizieren, als einer nach dem anderen stirbt, fühlt man nicht mit, und auch als Manus trauert, kann man nicht so recht mittrauern. Der Film hat viele Längen, und trotz nicht bestehender Müdigkeit muss man einige Male gegen den Schlaf ankämpfen. Für eine biografische Erzählung wiederum enthält der Film zu wenig Informationen. So wirklich zu berichten hat man von diesem Kinobesuch nichts.

Für eine Biografie zu dünn, für ein Drama zu oberflächlich erzählt, deswegen kann ich dem Film nur eine 3- geben.

_________________
Liebe Grüße Maggie
Sneakerin seit 26.07.2006


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: So, 07.02.2010, 21:38 
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MAX MANUS

Als Norwegen in die Hand von Nazi-Deutschland fällt, schliesst sich Max Manus (Aksel Hennie), wie viele andere junge Männer, dem Widerstand an. Er und seine besten Freunde machen mit ersten Sabotageakten auf sich aufmerksam. Max lässt sich sogar in Schottland militärisch ausbilden. Zurück in Oslo,macht er sogleich weiterhin auf sich aufmerksam. Natürlich werden sie erbarmungslos von der Gestapo verfolgt. Bei den Aktionen verlieren auch einige seiner Weggefährten ihr Leben. Max gelingt immer wieder die Flucht.
Die wunderschöne Tikken( Agnes Kittelsen), die er in Stockholm kennenlernte, begleitet ihn hin und wieder und gibt ihm Kraft durchzuhalten. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn. Doch ihr Herz scheint schon lange Max zu gehören.
Den grössten Anschlag auf die Deutschen verüben die Norweger schliesslich auf das Schiff `Donau `. Sie verkleiden sich als Elektriker und bringen mehrere Sprengstoffkörper am Rumpf fest. Eine unglaublich riskante Aktion - sie gelingt.
Der Krieg endet. Max begenet seinem Hauptverfolger( Ken Duken ), der nun inhaftiert ist. Plötzlich ist alles anders.
Tikken und er werden ein Paar. Sein Leben wird ohne seine Freunde nie mehr erfüllt sein. In Norwegen wird er bis heute einer der Helden der Nation sein.

Espen Sandberg & Joachim Rønning (Regie) gelang mit diesem Film ein weiterer Erfolg. Ihr erster Spielfilm war BANDIDAS, mit Penelope Cruz und Salma Hayek.

Dieser Film verdient hohe Beachtung. Die Schauplätze sind unglaublich realistisch dargebracht. Die Schauspieler typische Skandinavier. Das Leben des Max Manus als Widerstandskämpfer, im von Nazi-Deutschen besetzten Norwegen. Mit unbeugsamer Überzeugung kämpfen er und seine Freunde, auch ihr Leben lassen sie. Die Zustände und Gefühle dieser jungen Männer wird überzeugend und nachfühlend dargestellt. Wie kann man nach solchen Erfahrungen in seinem Leben, jemals wieder in der Normalität ankommen ?


Note : 3

_________________
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorbei, in der man kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 00:10 
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Mit Max Manus gab es einen Film über den bekanntesten norwegischen Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.

Als die Russen in Finnland einfallen, gibt es viele Norweger die sich freiwillig melden um gegen die Russen zu kämpfen, unter anderem Max Manus. Später als dann Norwegen von den Deutschen eingenommen wird, ist klar das Max dieses nicht so hinnehmen kann und sich zusammen mit seinem besten Freund dem norwegischen Widerstand anschließt. Hier lernt auch einige neue Freunde kennen und seine große Liebe Tikken. Eien vverheiratete Frau mit Kind. Nachdem er von den Deutschen gefasst wird, gelingt ihm glücklicherweise die Flucht aus dem Krankenhaus. Anschließend flieht er über Schweden nach Schottland, wo er in eine Kompanie der englischen Armee aufgenommen wird, die nur aus Norwegern besteht und deren Ziel es ist, den norwegischen Widerstand zu unterstützen.
Ihnen gleingen auch einige Anschläge, bei denen sie zum Beispiel zwei Schiffe der deutschen in die Luft sprengen. Max kann bei diesen Anschlägen immr wieder entkommen, allerdings verlieren immer mehr seiner Freunde ihr Leben. Als Rache dafür will er den großen Coup, das Versenken des größten Kreuzers der Deutschen, die Donau, alleine durchzuführen. Doch dieses wollen seine letzten verbliebene Freunde nicht zulassen und unterstützen ihn. Bei der Flucht werden sie aber leider aufgehalten und wider entkommt Max als einzigster.
Als die Deutschen endlich geschlagen, kann Max aber nicht glücklich sein, weil alle seine Freunde beim Widerstand umgekommen sind. Doch dann kommt die Erlösung in Gestalt von Tikken, die sich letztendlich doch für ihn entschieden hat.

Hier wurde mal ein unbekanntes Thema beleuchtet, den norwegischen Widerstand im zweiten Weltkrieg. Der Film wurde grundsätzlich ganz gut aufgebaut und fing auch ansprechend an. Leider waren manche Sachen dann doch zu vorhersehbar. Außerdem hätten hier ein paar mehr Erklärungen dem Publikum gut getan, die sich nicht so mit norwegischer Geschichte auskennen. So bleiben die Figuren zum Teil doch ein wenig blass und die jeweiligen Geschichten zu unreflektiert.
Insgesamt ein durchschnittlicher Film, der einem über einen Teil der norwegischen Geschichte aufklärt, aber leider auch einige Fragen offen lässt.

3

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Gäbe es nicht das wilde TIER in uns, wir wären kastrierte Engel.
(Hermann Hesse)


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 08:03 
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BuLiTip-Meister
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Max Manus

Originaltitel: Max Manus
Dänemark/Deutschland/Norwegen 2008
Laufzeit: 118 Minuten
Kinostart: 11.02.2010
Verleih: Capelight

Inhalt:

Als deutsche Truppen im April 1940 in Norwegen einfallen, bildet sich um den 26-jährigen Abenteurer Max Manus und seine Freunde eine Widerstandsgruppe mit wachsender Schlagkraft. Im Laufe von fünf Jahren fügt diese den Besatzern empfindliche Niederlagen zu, vernichtet Archive und sprengt große Transportschiffe in die Luft. Immer wieder kann der Draufgänger Manus dem Zugriff des Gestapochefs von Oslo im letzten Moment entkommen, doch ähnliche Wunder bleiben bei seinen engsten Freunden und Mitkämpfern aus.

Kritik:

Nach langer Zeit gab es diese Woche mal wieder einen Kriegsfilm in der Sneakpreview Hannover. Nach den Inglourious Basterds nun ein weiterer Film über einen Widerständler. Ein gwisser Max Manus. Der Film hat Ansätze eines Dramas, aber der Zuschauer wird nicht gefesselt. Die Thematik bietet ein gutes Grundgerüst, jedoch fehlt den Charakteren die nötige Vielschichtigkeit um interessant zu wirken! Daher gehört „Max Manus“ nicht zu den Kriegsdramen sondern eher zu einem Historienthriller mit einigen Actionszenen und einer Liebesgeschichte.
Der Film bleibt aber dennoch 118 Minuten spannend und die gesamte Inszenierung wirkt sehr durchdacht. Aufwendige Sets dürfen bei solchen Filmen natürlich nicht fehlen, auch damit kann „Max Manus“ dienen. Die Technik ist grundsolide und die schauspielerischen Leistungen sind auch leicht über dem Durchschnitt anzusiedeln.
Der Film kann jedem gefallen, der kein Problem mit der doch schon bekannten Story rund um 1940-1945 hat. Dem Zuschauer wird eine interessante Geschichte erzählt und der Kinogänger wird sich bestimmt nicht langweilen.

Note: 2-

Fazit: „Gut inszenierter Historienthriller! Mehr Drama und ein Hauch weniger Action hätte das Gesamtbild noch verbessert!“

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Member of the Knochenbrecher Fraktion
Meine Homepage: http://www.sneakmaster.de.vu/
Mein Kinocounter:
[1997: 6x][1998:4x][1999:11x][2000:27x][2001:29x][2002:33x][2004:83x][2005:81x] [2006:92x][2007:106x][2008:117x]
[2009: 181x][2010: 61x]Stand:08.07.2010
vom 1.1.09 bis 11.04.09 = 58 mal im Kino mit 100 Tagekarte!
12.04.09 bis 11.04.2010 (Goldkarte) = 158x and still counting!

letzter Film mit Goldkarte: 11.04.2010 -=- Kampf der Titanen 3D 18:20Uhr -=- Note:4 -=-


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 11:48 
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Statist
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Registriert: Mi, 18.04.2007, 23:28
Beiträge: 65
Kritik:

Aus unbedarften Tweens wird durch die Besatzung eine Gruppe Widerstandskämpfer,die ihr Leben für ihr Land einsetzen.Dabei gehen sie zum Teil sehr naiv vor,was auch einigen der Gruppe das Leben kostet.
Max Manus reiht sich in schon gesehene Filme von Helden aus dem 2 Weltkrieg ein,einzig die Sichtweise ist in den hohen Norden verlegt worden.
Das verleiht dem Film einen gewissen Charme und auch die Schauspieler agieren hier durchaus glaubhaft.
Allerdings verpasst es der Film den Zuschauer zu fesseln,und man hat das Gefühl mehr eine Dokumentation zu sehen.Zudem hat der Film oft Längen die nicht unbedingt sein müssten,und als Zuschauer fühlt man sich gelangweilt.Man hätte besser daran getan,die einzelnen Charaktere besser darzustellen,doch der Film glorifiziert eigentlich nur Max Manus,und läßt seine Mitstreiter allenfalls als Hilfswillige mit agieren.
Die Liebesgeschichte im Film war ebenfalls deplaziert und wirkte überaus verkrampft.
Trotzdem fand ich den Film gar nicht so übel,vielleicht deshalb weil er etwas ruhiger daher kommt als andere glorifizierende Filme dieser Art.

Note: 3-

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Gewinnen ist nicht alles,aber Verlieren ist gar nix!!


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 12:59 
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Beiträge: 675
Wohnort: List/Hannover
Max Manus

Eine norwegische Produktion, eine der teuersten norwegischen Produktionen überhaupt. Doch davon sieht man leider nicht viel beziehungsweise sieht man nicht, wohin das ganze Geld geflossen sein soll.

Der Zweite Weltkrieg ist im vollen Gange. Max Manus meldet sich als Freiwilliger, um im finnischen Krieg gegen die einfallenden Deutschen zu kämpfen. Dieser krieg wird verloren, Max Manus überlebt. Zusammen mit ein paar Freunden schließt er sich einer Untergrundbewegung an, um die Deutschen wo es nur geht zu sabotieren. Schnell wird MAx Manus hier zu einer zentralen Figur des norwegischen Widerstands und schnell von den Deustchen zum Feind erster Klasse ernannt. Sein Jäger ist Siegfried (Ken Duken). Die Sabotageaktionen werden in der Regel in Stockholm geplant. Dort lernt er Ms. Tikken kennen, in die er sich auch unsterblich verliebt. Schließlich kommt es zur finalen Sabotage...

Leider konnte der Film meine Erwartungen nicht im Ansatz befriedigen. Dieser Film wollte unglaublich viel auf einmal sein. Operation Walküre dauerte schon zwei Stunden, beschäftigt sich aber nur mit einem einzigem Attentat. "Max Manus" soll den ganzen Zweiten Weltkrieg spielen. Eine schier unlösbare Aufgabe, will man auch noch eine Charakterstudie, eine Liebesgeschichte und ein Psychoduell zweier Männer darstellen. Dieser Film ist daher von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Vieles hat man sich aus Hollywood abgeguckt, aber ohne eine sinnvolle Verbindung zu knöpfen (zum Beispiel dauernde Flashbacks, welche aber irgendwie nichts mehr mit der Gegenwart zu tun haben). Man will sich aber trotzdem treu bleiben.

Die Schauspieler sind alles ziemlich geleckte süße Burschis, ohne Ecken und Kanten. Ich denke nicht, dass das einzige Manko von Max Manus war, dass er sich immer mal wieder einen Whiskey genehmigt hat. Als Widerstandskämpfer alkholabhängig zu werden ist zwar naheliegend, aber sicher nicht das einzige Problem, mit dem man zu kämpfen hat. Und zu einer Zeit, in der man sowieso jede Minute hätte sterben können, denkt man sicher am allerwenigsten über sein Alkoholkonsumverhalten nach.

Die eingebaute Liebesgeschichte mag zwar den Tatsachen entsprechen, ist aber extrem langatmig geraten und bietet dem Zuschauer nicht den Hauch von Spannung oder gar Emotionen. Bei der ersten Begegnung wird klar, dass die beiden mindestens einmal den Geschlechtsakt miteinander ausüben werden. Aber für das "Warum?" fehlt auch hier die Zeit und so bleiben zwei Menschen, die sich halt einfach so mal küssen.

Technisch hat der Film einige gute Ansätze. So sind die Flashbacks, welche auf den finnischen Krieg hindeuten kameratechnisch sehr gut gelöst. Zwar sieht man nur zwei Feine und einen plötzlich auftauchenden Leichenberg, also das Geld für Massenkampfszenen hatte man leider nicht mehr, aber trotzdem war dieses die einzig halbwegs gelungene Einstellung. Zu oft haben einen unlogische Sachen bei den anderen Szenen genervt. Beim Paddeln müssen sie gesehen worden sein, Max Manus erschießt jemanden hinter sich, ohne groß zu schauen, während er unter Maschinengewehrbeschuss liegt. Schlecht durchdacht und bei jedem James-Bond besser gelöst.

An die Musik kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern.

Es bleibt eine teure Produktion, die von der Geschichte her auch ein nobles Ziel verfolgt, jedoch in der Umsetung kläglich gescheitert ist.

Note: 4-

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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 14:12 
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Registriert: Do, 09.10.2008, 19:58
Beiträge: 269
Max Manus

Inhalt: Max Manus ist Norweger, der als Freiwilliger nach Finnland ging, um diese gegen eine Invasion zu schützen. Als er nach Norwegen zurückkehrt ist es bereits den Deutschen in die Hände fallen. Er beschließt daraufhin einigen seiner Freunde bei dem Drucken von Propagandazeitungen gegen die Deutschen zu helfen.
Über einen Kontaktmann treten sie in Verbindung mit dem englischen Geheimdienst und dem norwegischen König, der sich im Exil in Schottland befindet. Max Manus reist daraufhin nach Schottland um für verdeckte Operationen und Sabotage ausgebildet zu werden. Er kriegt den Auftrag zusammen mit seiner Gruppe eine Hafenanlage und die darin befindlichen Schiffe zu sabotieren.
Die Schiffe werden versenkt. Max Manus Gruppe ist überglücklich. Doch kurze Zeit später läuft die Donau den Hafen an. Das bisher größte deutsche Schiff, das bis dato in Norwegen festmachte.
Deutschlands Ardennenoffensive läuft und die amerikanischen Truppen werden überrannt.
Max Manus Gruppe wird aufgefordert die Donau am Auslaufen zu hindern, da mit den frischen Truppen aus Norwegen der amerikanische Brückenkopf in der Normandie zerschlagen werden könnte.

Kritik: Der Film hat natürlich das Problem ein Thema zu beleuchten, das in Deutschland einfach schon übermäßig behandelt ist. Man begegnet dem Ganzen derart häufig, dass ein solcher Film einfach allein schon wegen der Thematik einen schweren Stand hat.
Auch wenn ich dem Film zugute halte, dass er vor allem für den skandinavischen Raum, aber auch sogar in Deutschland doch noch Interesse wecken kann, da er eine Region behandelt, die insgesamt in der bisherigen Medienwelt wenig Aufmerksamkeit erregt hat.
Die Story ist gut erzählt und leicht zu verfolgen. Schade dabei ist nur, dass auf Max Manus Finnland Aufenthalt zwar immer wieder in Form von Flashbacks herumgeritten wird, dazu aber nie eine Auflösung oder weitere Gedanken von Max dazu gezeigt werden. So bleiben es einfach kurze Episoden, die sich nicht recht in den Film integrieren wollen.
Auch Max Gefühlswelt ist ein echter Friedhof der Glaubwürdigkeit. Wird er in einem Moment als depressiv und total kaputt dargestellt, so lächelt er im nächsten Moment wieder ohne erkennbaren Grund.
Das Gefühl der Nutzlosigkeit nach Kriegsende wird kurz erwähnt, ist dann aber auch schon wieder vorbei, bevor sich Max damit wirklich mal beschäftigt hätte.
Da bleibt nix Ganzes und nix Halbes übrig. Das wurde z.B. in "The Hurt Locker" deutlich besser dargestellt.
Auch die Lovestory zu Ticken war einfach nur belanglos und hätte ersatzlos gestrichen werden müssen. In der Darstellung, wie im FIlm gezeigt waren diese Szenen einfach ohne Kontext, für die Gesamthandlung irrelevant und viel zu grob umrissen.

Insgesamt ein durchaus interessanter Film, wenn einen diese Region zu dieser Zeit besonders interessiert und man wenig Wert auf authentische Charaktere legt.
Note: 3

Fazit:
Wiedermal ein Film mit sehr viel Potential, wovon er aber große Teile komplett ohne Not verspielt, da der Film einfach alles beleuchten wollte und letztendlich nix richtig beleuchtet.

_________________
2010:
0 X Sneak verpasst
6 X Nicht-Sneak: Diamantenfieber (2+), Avatar (1), Sherlock Holmes (1-), Valentines Day (2-), Kautions Cop (3-), Kick-Ass (1), Robin Hood (2)


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 18:01 
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Nebendarsteller
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Registriert: Do, 12.07.2007, 22:17
Beiträge: 238
Max Manus

Inhalt heute eher kurz: Eine Gruppe Jugendlicher, teils mit mehr teils mit weniger Kriegserfahrung, findet sich zusammen um gemeinsam gegen die Nazis zu kämpfen. Hauptsächlich tun sie dies mit Sabotage-Aktionen. Der "Anführer" und Patriot Max Manus führt die Truppe an... und scheinbar auch in ihr Verderben. Denn schon bald ist er so ziemlich auf sich alleine gestellt und auch seine (neue) Herzensdame Tikken steht nicht immer voll und ganz hinter ihm. Und die anfangs eher harmlosen Protestaktionen, werden blutig bestraft...

Meiner Meinung nach hätte der Film richtig gut werden können. Man bekommt eine tolle, wenn auch nicht unbedingt neue, Story, gute Schauspieler, schöne Bilder bzw. Landschaftsaufnahmen... und eine total unpassende und zu breit getretene Liebesgeschichte. Schön und gut. Scheinbar wird das heutzutage erwartet. Das immer und überall in jedem Film sich jemand unsterblich verlieben muss. Ich weiß nicht... Hätte man den - tschuldigung - ganzen Quark einfach weggelassen, wäre der Film 1. 20 Minuten kürzer und 2. etwas spannender und 3. am Ende nicht so anstrengend gewesen. Ganz schlimm: Die Szene wie auf dem Bett getanzt wird. Das worauf alle warten was passiert, passiert ja doch nicht. :lach: Und dennoch wurde diese Gefühlsduselei so richtig in die Breite getreten. *gähn* Naja...
Richtig gut gefiel mit der Gestapo-Offizier Fehmer. Der hat seine fiese Rolle so richtig schön überzeugend gespielt. Der war einem ja von Anfang an so richtig unsympatisch...

Was soll ich noch sagen? Filme über das böse Nazideutschland bzw. deren Bekämpfer gibt es mittlerweile haufenweise. Trotzdem sticht "Max Manus" für mich etwas heraus. Ich finde dass es sich durchaus lohnt den Film zu schauen. Trotz der "Schnulzen-Kritik"...
Ich gebe eine 2-3


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 19:39 
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Kameramann

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Beiträge: 91
Während des Zweiten Weltkrieges ist Norwegen von den Deutschen besetzt. Das ruft norwegische Widerstandskämpfer auf den Plan. Einer von ihnen ist Max Manus. In Schottland wird er in einem speziellen Camp zum Kämpfen ausgebildet. Gut gewappnet kehrt er mit einigen Freunden nach Norwegen zurück, um dort vor allen Dingen Sabotageakte gegen die Deutschen zu initiieren. Zunächst ist die Truppe sehr erfolgreich, aber es gibt auch brenzlige Situationen, nach denen sie immer wieder phasenweise in Schweden abtauchen. Dort lernt Max die Botschaftsangestelle Tikken kennen, in die er sich später auch noch verlieben sollte.
Die deutschen Besatzer sehen nach den Sabotageakten nicht tatenlos zu, sondern spüren zunehmend Widerstandskämpfer auf. Max verliert nach und nach immer mehr Mitstreiter und Freunde. Das schürt Hass, Wut, aber auch Depressionen und Einsamkeit. Darin scheint er sich mehr und mehr zu verlieren.

An und für sich finde ich das Thema „Widerstand im besetzten Norwegen“ schon interessant. Ich kann mich nicht entsinnen, dass diese Problematik schon mal verfilmt worden wäre? Also, die auf wahre Gegebenheiten basierende Geschichte ist gut und bietet genügend Stoff für einen Kinofilm. Gerade so manche sprichwörtliche Nacht- und Nebelaktion der Widerstandskämpfer ist spannend inszeniert. Die Ausstattung des Films ist gelungen und erzeugt eine passende historische Atmosphäre. Es wirkt authentisch, nicht so ein Hochglanz-Schnigges.
Aber nun kommt das große (subjektive) ABER: Der Hauptcharakter ist mir so überhaupt nicht sympathisch geworden. Irgendwie bin ich visuell nicht mit dem Hauptdarsteller warm geworden. Nicht, dass er nicht hätte schauspielern können, nein!, ich mochte ihn nur einfach nicht. Selbst bei seinen kleinen, amourösen Anwandlungen wirkte er noch so blass und holprig ... da wollte kein Sympathiefunken überspringen. So war es mir im Prinzip sogar egal, ob er überlebt oder nicht. Nicht gerade die beste Voraussetzung, um einen Film spannend und somit letztendlich auch gut zu finden. Da fand ich den Gegenpart zu Max Manus, den von Ken Duken gespielten fiesen Nazi-Oberst Fehmer, schon gelungener und Leinwandfüllender.

Eine Note zu finden wird schwer. Ich bin mir bewusst, dass meine weniger positive Wahrnehmung des Hauptdarstellers sehr sehr subjektiv ist und vermutlich die Meisten kein Problem mit der Person haben. Also versuche ich diesen Fakt etwas auszublenden.

Kein schlechter Film. Leute, die grundsätzlich mit dem Thema etwas anfangen können, können es wagen „Max Manus“ zu sehen.

Note: 3+

_________________
Die Hausfrau
im Blog-Haus


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Mo, 08.02.2010, 21:40 
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Regisseur
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Facts:
Originaltitel: Max Manus
Historien-Drama
Dänemark/Deutschland/Norwegen 2008
Laufzeit: 118 Minuten
Kinostart: 11.02.2010
Verleih: Capelight

Story:
Max Manus ist ein Widerstandskämpfer in Norwegen. Mit seinen Anhängern plant er im Untergrund Sabotageakte der Nazis gegenüber, die sich in Norwegen und Finnland immer weiter ausbreiten und sich auf den Einsatz an der Front vorbereiten. Seine Aktionen sind erfolgreich, derart erfolgreich, dass er und sein Gefolge ziemlich schnell auf den Listen der Nazis ganz oben stehen.
Und so ergibt sich ein Katz und Maus-Spiel zwischen Leben und politischem Erfolg, zwischen Widerstand und militärischer Macht...

Kritik:
Max Manus mag ein Nationalheld sein. Das wird auch dem Dümmsten beim Abspann deutlich, denn er bekam die höchste bürgerliche Auszeichnung Norwegens. Aber häufig lassen sich Nationalhelden nicht auf andere Länder übertragen.
Ein schönes Beispiel hierfür ist dieser Film.

Zwar sind die Sabotageakte derart spannend, dass man es nicht zu atmen wagt, ja selbst das Zwinkern setzt aus, denn ein Zwinkern kann über Leben oder Tod entscheiden. Aber die Planungsakte, die Annährungsversuche an die Nazis, die stellen im Gegensatz zu der Hochspannung doch ein ziemliches Tal dar. Seit Existenz von Hans Landa kann auch ein grundsätzlich ebenfalls zwielichtiger Siegfried Fehmer nichts mehr reissen.
Zu viele Personen sind im Plot verwurzelt und machen das gesamte Projekt irgendwie unübersichtlich, was zuletzt zu einem gewissen "Egalismus" führt. Wer nun wen nachspoiniert und letztlich fällt (oder eben nicht), ist recht egal. Im Zweifel ist es einer weniger in der langen Anhängerriege.
Positiv ist die Besetzung von Max Manus durch ein Steve-Buscemi-Lookalike, das ein ebenso subtiles wie zugleich großes Mimenspiel beherrscht.

Aber all das ändert nichts daran, dass die gesamte Erzählweise dazu führte, dass sich der Film wie ein Kaugummi zog und dabei gewissermaßen wenig erzählte.

Note:
4

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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.02.2010, 02:14 
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Kabelträger

Registriert: Mi, 03.02.2010, 01:22
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Wohnort: Braunschweig
Der Film Max Manus !

Mhhh ja mein erstes Historien-Drama im Kino.

Positiv na ja der Film war nicht so schlimm wie ich es Anfangs vermutet habe. Es gibt ne Handlung und auch nen paar spannende Szenen.

Eher negativ ... Ich persönlich habe in Sachen Geschichte nich soo viel Ahnung und gerade zum Anfang des Films war mir nich klar wer wer ist und wer gegen wen ist. Dafür das der Film sich so zog hätten da echt noch ein paar mehr Infos zum Verständis rein gepasst, denn wen's denn schon ein Kinofilm sein soll dann doch wohl auch für die breite Masse geeignet.

Ich bin ja überhaupt kein Fan von Dramen (denn die habe ich im realen Leben genug :) ) und ich denke , dass das eher nen Film für TV wäre schon allein weil sich unter den Schauspielern nur Normalos befanden und an die rangezoomt und das auf der Kinoleinwand mhhhhh muss nicht sein.

Durch den Trailer "Die unglaubliche Reise mit einem verrückten Flugzeug" war ich aber auch etwas aufgeheitert musste noch den ganzen Film drüber lachen.

Insgesamt : 3

Aber den muss ich nicht noch einmal sehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.02.2010, 09:51 
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Beiträge: 332
Max Manus

Als im April 1940 die deutschen Truppen in Norwegen einfallen, bildet sich um Max Manus und seine Freunde eine Widerstandsgruppe, die lange Jahre kämpfen. Der Film zeigt die Geschichte dieser jungen Männer, die ihr freies Land nicht aufgeben wollen und dafür alles tun: Archive sprengen, Explosionen auf Schiffen auslösen, usw Jedoch kommt nicht jeder der Freunde dabei immer glimpflich davon.

Ja, ansich interessant; ich wusste ehrlich gesagt nicht mal so genau, dass Norwegen auch besetzt war. Also vom geschichtlichen Aspekt her ein lehrreicher Film.

Jedoch reicht es meiner Meinung nach langsam mit den Nazi, bzw Widerstandsfilmen. Es gibt schon so wahnsinnig viele davon, und jeder der sich denkt, ach wir bräuchten mal wieder einen geschichtlichen bzw. politischen Film, greift auf diese Zeit zurück. Zwar, wie schon gesagt, interessant mit Norwegen, jedoch eigentlich das selbe wie jeder andere Widerstandsfilm.

Der Film zeigt ständig Rückblenden, die nicht wirklich erklärt werden und ist auch im Allgemeinen mehr verwirrend und langweilig als spannend. Der Schauspieler von Max Manus macht seine Sache zwar gut, dennoch hat man sich nach spätestens einer Stunde gefragt, wieso der Film eigentlich gefühlte drei Stunden geht.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, man muss in der Stimmung für solche Filme sein, sonst langweilt man sich meistens eher. Ich lass jetzt dennoch mal den Aspekt raus, dass ich letzten Dienstag keineswegs in der Stimmung für so ein Film war. Dennoch kann der Film nicht mit einer Glanzleistung verglichen werden, war zu langweilig. Gibt also ne 4.

Es ist definitiv mal wieder Zeit für Komödien und gute Filme. :)

Bis heute abend, lg, Mallery =)

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Nur ein glücklicher Vogel kann singen!!!! =)

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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.02.2010, 14:49 
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Wir beginnen die Reise durch eisige nordische Länder von 1940 bis 1945 - genannt ‚Max Manus‘ nach dem gleichnamigen Protagonisten - mit einer inzwischen nicht mehr allzu originellen aber dadurch nicht weniger guten Szene, in der Zeitungen und Zeitungsartikel eingeblendet werden um den Zuschauer langsam an den Hintergrund heranzuführen, vor dem der Film spielt, gefolgt von der meistwiederholten Szene des Schauspiels, nämlich dem Krieg in Finnland, in dem Max Manus als norwegischer Freiwilliger gegen die deutschen Deutschen kämpft - man merkt schon, die Landeszugehörigkeit ist sehr wichtig hierbei - und sein Leben für seine Kameraden riskiert, wobei der Ausgang der Szene jedoch noch nicht gezeigt wird, sondern bei jeder Wiederholung ein paar Sekunden mehr preisgegeben werden, sodass wir uns stattdessen zusammen mit dem Protagonisten im Krankenhaus wiederfinden, weshalb man denkt, er sei dort aufgrund der Verletzungen die er in der gezeigten Kriegsepisode zugefügt bekommen haben sollte, was aber nicht stimmt, da mithilfe einer Rückblende anschließend erklärt wird, wie genau er nach dem Krieg in Finnland wieder nach Norwegen kam, dort mit ein paar Freunden eine Widerstandszelle gegen die Deutschen gründete, die mehr oder weniger kampflos Norwegen eingenommen hatten, und durch ziemlich dilettantische erste Gehversuche als Untergrundkämpfer und -propagandist die Nazis auf sich aufmerksam machte, die ihn dann in seinem Haus überraschten, aus dem er per Sprung aus dem Fenster entkam, was dann auch den Krankenhausaufenthalt erklärt und zugegebenermaßen eine meiner Meinung nach ziemlich gelungene Umsetzung ist, auch wenn etwas mehr von diesem Umherspringen in der Chronologie dem Film wahrscheinlich gut getan hätte, der ab dort (zumindest anscheinend, ich kenne mich mit der Geschichte des echten Max Manus nicht gut genug aus, um es tatsächlich zu beurteilen) doch arg chronologisch verlief und dadurch etwas an Fahrt verlor, da die Handlung, die, wie das Leben es eben so spielt, mal interessanter, mal weniger interessant war, höchstens mal durch einen weiteren Einschub der Szene aus Finnland aufgewertet wurde, die an sich sehr schön inszeniert war und als stets wiederkehrender Gedanke unseres lieben Protagonisten auch durchaus ihre Daseinsberechtigung hat, jedoch durch einige weitere Episoden des Krieges aus seiner Sicht hätte etwas abwechslungsreicher dargeboten werden können - spätestens beim dritten mal kennt man die Szene dann eben einfach - und so auch nicht wirklich die benötigte Abwechslung im stetigen Untergrundkampf gegen die Nazis, der daraus besteht, dass Max reichlich riskante Ideen hat und diese mit Glück irgendwie überlebt, wohingegen alle seine liebgewonnenen Freunde einer nach dem anderen mit ihrem Leben bezahlen müssen, bot, und die eben doch sich vom Grundprinzip her stets wiederholende Geschichte - Aktion planen, Aktion durchführen, Freund sterben, in ein anderes Land gehen, zurückkommen - auch nicht wirklich aufwerten konnte, wobei noch die Liebesbeziehung hinzuzufügen ist die mit ihrem ewigen hin und her, wie es sich für Liebesbeziehungen in einem Film nuneinmal gehört, auch reichlich wiederholend hinzukam, sodass als einzige Ablenkung eigentlich nur die wirklich schönen Landschaftsaufnahmen dienen, die auch reichlich in den Film eingeflossen sind, und der Humor, der in diesem Hintergrund natürlich viel stärker wirkt als in einer seichten Komödie, sodass mir wirklich nicht einfällt, wie ich die 1- rechtfertigen kann, die ich diesem Film gebe, der trotz aller Abwechslungslosigkeit und ziemlich komischer Moral, in der die Deutschen nicht böse sind, weil sie böse Dinge tun, sondern weil sie deutsch sind, und die Norweger auch nur gut sind, weil sie norwegisch sind, was sich am Ende aber als ziemlich gut durchdacht herausstellt, da auch unser lieber Protagonist schließlich erkennt, dass eine Fahne die man offen aufhängen darf um irgendeiner Form von Nationalstolz nachzukommen keine Freunde <irgendeiner> Nationalität ersetzt, doch eine wirklich tolle Atmosphäre besaß und mich, obwohl ich von Nazifilmen schon mehr (weit mehr!) als nur übersättigt bin und freiwillig nie von selbst in eine solche Vorstellung gegangen wäre, trotz allem gefesselt hat und mir einen wirklich schönen Abend bescherte.

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“We all are dreaming.”


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.02.2010, 15:18 
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Registriert: Mi, 27.08.2003, 23:16
Beiträge: 560
Ich war sehr angenehm überrascht, daß aus der Geschichte des norwegischen Volkshelden Max Manus kein Epos gemacht wurde, das die übermenschlichen Heldentaten eines selbstlosen Patrioten erzählt, sondern eine recht glaubwürdige Erzählung über einen Menschen, der vom postraumatischen Streßsyndrom geplagt nie ganz aus dem Krieg zurückkehren konnte.

"The definition of a hero is someone who gets other people killed" - dieses Zitat aus Joss Whedon's Serenity trifft gut die Erfahrung, die Manus in seiner Zeit als Untergrundkämpfer immer wieder schmerzlich machen muss. Würde er gerne ehrlich Mann gegen Mann kämpfen, muß er statt dessen verdeckte Attentate verüben und dadurch immer wieder den Verlust seiner Freunde, für die er sich verantwortlich sieht, erleiden.

Die Gegner, also die Nazis, werden ungewohnt menschlich dargestellt. Die feindlichen Soldaten, die nur nach Haus zu ihren Familien wollen und sich den Krieg gewiss auch nicht ausgesucht haben, werden als Manus ebenbürtig dargestellt und von ihm auch ebenso behandelt. Überhaupt ergeht sich der ganze Film nicht wie vergleichbare deutsche Produktionen in aufwendig dargestelltem Nazi-Pomp, sondern behandelt die dritte Reichsthematik angemessen nebensächlich: Hier geht es hauptsächlich um Max Manus und seine inneren Konflikte.

Tatsächlich würde ich diesen Film auch keinesfalls in das Genre der dritte-Reichs-Bewältigung einsortieren, sondern allenfalls unter Anti-Kriegsfilm. Ja, Max war ein Held und Patriot, und man könnte sogar argumentieren daß er mit Hilfe seiner verbliebenen Freunde gegen Ende eigenhändig den zweiten Weltkrieg gewonnen hat. Und er bekommt sogar ein klassisches Happy End. Trotzdem mußte er für den Rest seines Lebens unter den Folgen seiner Kriegserfahrungen leiden. Denn Krieg, egal aus welchen Beweggründen geführt, zerstört immer die Menschen, die in ihm kämpfen - auch die siegreichen Heimkehrer.

Daher großer Respekt an diese Produktion, die an dieses Thema mit erfrischender Ehrlichkeit herangegangen ist.

Leider aber funktionieren Erzählstil und Dramaturgie nicht besonders gut. Zäh wie Brei zieht sich so manche Szene, Spannung will auch in entscheidenden Momenten nicht so recht aufkommen, die Liebesgeschichte wird dem Zuschauer keineswegs glaubhaft vermittelt und gegen Ende dreht auch noch das Erzähltempo reichlich ab (schnelle Sprünge zwischen Norwegen und Schweden wirken stark gehetzt). Manche Nebencharaktere hätten besser eingeführt werden müssen um ihre Bedeutung für Max nachvollziehbarer zu machen wohin gegen Solveij viel zu sehr in Szene gesetzt wird (hat sie irgendeine Funktion in der Geschichte? Ich meine außer gut auszusehen?). Die Geduld des Zuschauers wird durch die Länge und fehlenden Spannungskurven unnötig strapaziert und damit leider verhindert, daß eine tiefere Identifikation mit den Filmfiguren aufgebaut wird.

Alles in allem anstrengend und lustlos erzählt. Eine Affenschande, denn der Ansatz war einfach toll.
Mit ganz viel Wohlwollen eine
3-

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Das Leben ist zu kurz für schlechte Filme!


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.02.2010, 17:32 
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Kameramann

Registriert: Mi, 14.01.2009, 00:55
Beiträge: 76
Max Manus

Max Manus ist ein Biopic über den gleichnamigen norwegischen Volkshelden.
Zweiter Weltkrieg: Deutschland hat mit seinen Streitkräften Norwegen besetzt und beginnt mit der Nazifizierung der Einwohner. Eine kleine Gruppe von Matrosen und Globetrottern unter der Führung von Max Manus (Aksel Hennie) versucht sich gegen das deutsche Regime zu wehren. Mit kleinen und großen Sabotageakten macht die norwegische Widerstandsgruppe den deutschen Besatzern das Leben schwer. Max gerät schnell ins Visier der Gestapo, kann aber trotz erbitterter Suche nicht gefasst werden. Allerdings muss er den Verlust viele seiner Freunde über die Kriegsjahre bedauern.

Kritik:

Das Leben und Wirken eines norwegischen Heldens. Leider langweilig, lieblos und zusammenhanglos erzählt.
Ich habe mich nach dem Film erstmal über Max Manus informieren müssen, weil ich nicht glauben konnte, das ein solcher "Trottel" es zum Nationalhelden geschafft hat. Okay, Trottel klingt jetzt etwas hart und ich möchte damit nicht die Taten des wirklichen Max Manus schmälern. Aber der Film stellt Max nicht gerade als den Hellsten da, eher als einen Glückspilz der Lust auf Krieg hat.
Dieser Film kann nicht mal annähernd das wahre Leben des Max Manus darstellen. Nur in einem Nebensatz wird erwähnt, das er "mal" auf Kuba war, aber nicht das er einen Teil seiner Jugend dort verbracht hat. Auch wird nicht deutlich wie beschwerlich die Reise von Norwegen nach Schottland war. Um nach Großbritannien zu gelange, musste Max in einer siebenmonatigen Odyssee über Russland und Odessa ins östliche Afrika, von dort mit dem Truppentransportschiff „Empress of Asia“ über Kapstadt nach Kanada reisen, bevor er schließlich an Bord eines Konvois sein Ziel erreichte. Stattdessen wirkte es wie eine einfache und direkte Überfahrt.
Das immer wieder eingespielte Winterkriegstrauma wirkte irritierend und verstörend. Daraus konnte ich keine Rückschlüsse auf sein "jetziges" Handeln ziehen.

Und das Zusammenstoßen mit den Nazis: Die Besetzung Norwegens kam im Film nicht bedrückend rüber. Die Schießerein mit den Nazis waren einfach nur lächerlich: Max flieht mit dem Fahrrad, sein Reifen wird zerschossen und er hat nur einen Streifschuss?! Tut mir leid, da musste ich lachen.

Man kann das Leben von Max Manus besser, biographisch sicherer und vor allem spannender erzählen. Ich werde diesen Film nicht weiterempfehlen!

Insgesamt: 5

_________________
Gott allein weiß, was alles für Gerüchte hierüber verbreitet wurden - aber so sind nun mal die Menschen: Sie glauben eher den unwahrscheinlichsten Unfug als authentische Tatsachen, die ich mir hier darzulegen erlaubt habe.

Ijon Tichy


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 Betreff des Beitrags: Re: MAX MANUS (02.02.2010)
BeitragVerfasst: Di, 09.02.2010, 18:10 
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Filmschauspieler
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Registriert: So, 24.09.2006, 14:59
Beiträge: 656
Wohnort: Altwarmbüchen
hmmm...
Der Film hätte gut werden können, nur wollte er einfach zu viel und hatte dadurch sein Längen...
Leider nur eine 4.
Schade!

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