Moonshade hat geschrieben:
So, hat sich jetzt endlich jeder, der "Hurt Locker" nicht verstanden hat oder falsch verstanden oder total und als Einziger verstanden hat oder Frau Bigelow für eine B-Eule hält und ihren Mann seltsamerweise nicht oder sich an der Capri-Sonne hochgezogen hat oder Kriegsfilme sowieso nicht niemals leiden kann und konnte, noch mal richtig ausgeketzt, damit Ruhe bis nächstes Jahr ist?
Sir, ja, Sir! Hoschi, Sir!
'Schuldigung daß ich in Bezug auf Frau Bigalow zu begründeter Kritik nicht mehr fähig bin. Ich habe -
mit Ausnahme von James Camerons Strange Days (da war ich aber auch jung und scharf auf Juliette Lewis), und Near Dark habe ich nicht gesehen - noch jeden ihrer Filme richtig gehasst, und zwar ohne Vorurteile, weil ich nicht vorher wusste daß die von ihr waren. Selbst wenn ich Hurt Locker tausendmal nicht verstanden habe, war er immer noch ätzend gemacht. Sieh es meinetwegen anders, aber 3 Oscars für das Ding? Wieso nur? Gab es denn im ganzen Jahr keine guten Filme?
Natürlich ist es albern, sich über die Vergabekriterien des Oscars zu beschweren. Seit Jahrzehnten ist bekannt, welche Arten von Filmen und welche Rassen von Schauspielern diesen politisch antiquierten Filmpreis bekommen. Es war mir nur grade mal wieder danach.
Viel mehr ärgert mich der Trend der letzten Jahre, daß aus dieser Nacht der Überraschungen und großen Heulerei eine Veranstaltung geworden ist, wo die Gäste und Gewinner nicht richtig zu Wort kommen und von der Bühne gehetzt werden, damit pünktlich die Werbung läuft. Überzeihungen, Überraschungen, Übertriebener Filmpomp und Emotionen machten doch grade den Reiz dieser Veranstaltung aus. So hat das keinen Zweck mehr, da kann man auch gleich eine Liste der Gewinner aushängen. Und deshalb meine ich: Abschalten.