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Fame: Ein Film über junge Studentinnen und Studenten, die sich auf der New Yorker High School of Performing Arts bewerben und dort vier bange Jahre verleben. Mit Erfolg und MIsserfolg, aber immer mit Spaß bei der Sache.
Wer sich den Trailer ansah, konnte tatsächlich denken, dass “Fame” ein weiterer High School Musical-Abklatsch ist – dem ist nicht so. Nichtsdestotrotz zog es natürlich auch das entsprechende Klientel heran: Mädchen und Jungen im pubertierenden Alter. Bereits während der Werbung fiel mir die vielleicht fünfköpfige Truppe auf: Ein displayleuchtendes Handy strahlt geradezu im dunklen Saal und aller Dämmung zum Trotz schallten Gelächter und Geplapper von ganz vorn bis in die letzten Reihen. Während des Films keine Besserung. Stattdessen kommt nun die Jungsfraktion –stilecht mitten im Film- mit einem “Was geeeeeeht?” in den Saal.
Ich sehe es nicht als meine Pflicht an, die Plärrgeister da vorne zu ermahnen: Zwischen uns sind sicherlich zehn Reihen und direkt hinter den Störenfrieden sitzen Erwachsene. Doch die: Die sitzen das aus – keine Ahnung warum. Ein “Ruhe da vorne, Mensch!” schallte durch den Saal: Ich erschrak mich selbst vor der Lautstärke meiner eigenen Stimme. Von hinten hörte ich ein zum Partner geflüstertes “Der machts richtig!”. Das dritte sowie das Abschlussjahr konnte man dann endlich ohne Störungen sehen.
Wenn da nicht die Klimaanlage gewesen wäre, die auf voller Kraft mit ihrer Lautstärke die emotionalsten Szenen kaputtpustete.
Ein Sommer in New York: Ein Film über die rigerose und nicht nachvollziehbare Abschiebepolitik der USA sowie wie Immigranten alteingesessene Amerikaner aus einer Lethargie holen können.
In der selben Reihe rechts von uns einige Jugendliche, etwas jünger als ich. Die Tschakkos waren sogar noch recht ruhig, die Ischen wiederum unterhielten sich den gesamten Film über und waren gewissermaßen ermahnungsresistent. Selbst die Ermahnung von drei Seiten innerhalb weniger Minuten ließ den Redeschwall nicht abbrechen. Endlich, nach sicherlich 20 Minuten wurde es ruhig. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer: Die Ischen fanden etwas lustig. Derart lustig, dass sie den gesamten Film über darüber lachen mussten. Recht ernster Film, keine besondere Chance zum Lachen.
Beim Herausgehen bat ich die Mädels, nicht so schnell wieder ein Kino zu betreten. Das “Doch, sicher, morgen sind wir wieder da!” war ja fast zu erwarten. Das nach sicherlich einer Minute nachgeschobene und durchs Foyer gerufene “Ey Junge, du hast mir gar nichts zu sagen” bestätigte mich letztlich in der Meinung der Diskrepanz zwischen Film und Zuschauer.
Doch ich habe das eine Mädchen vor uns vergessen: Dieses erhielt ab Mitte des Films einen Schluckauf, den sie geradezu heroisch zelebrierend lautstark dem Saal kundtat. Immerhin eine willkommene, wenn auch auf Dauer monotone Abwechslung zu dem Geschnabbel, das sie mit ihrem Vater unterhielt. Noch lange erinnern werde ich mich auf die Reaktion des wirklich sanften Sesselschubsers, als sie gerade mitten im Redefluss war: Minutenlanges Umdrehen und mich anstarren war die Folge. Leider ohne Langzeitwirkung.
Nanga Parbat: Quasi ein Drama über die Ersterklimmung des Nanga Parbat (auch bekannt als Mount Everest) durch Reinhold und Günther Messner. Besonderer Fokus auf der Beziehung der beiden Brüder, insbesondere weil bekanntermaßen Günther Messner den Abstieg nicht mehr schaffte.
Hier haben Begleitung und ich alles richtig gemacht: Karten früh genug gekauft, dennoch nicht auf zugewiesene Plätze gesetzt, sondern schön auf weites leeres Sesselfeld niedergelassen. Ruhe während des Films, spannender Film, ungestörteste Atmosphäre des Tages Und doch war auch dieser Film nicht aalglatt: An der Fresstheke wollte ich eine Cola auf Bonuspunkte haben. Grundsätzlich kein Problem. Aber nachdem die Kasse drei Mal die Karte nicht annahm, wurde die Cola endlich gutgeschrieben. Ja, gutgeschrieben. Anstatt mir also Punkte für die Cola als Quasibezahlung abzuziehen, markierte die Kasse die fälligen 3,90 EUR als bezahlt und rechnete meiner Karte die daraus resultierenden drei Punkte an. Auch die folgenden drei Versuche wurden als bezahlt gekennzeichnet, ohne dass auch nur ein Cent den Besitzer wechselte, zusätzlich bekam ich noch neun Punkte gutgeschrieben anstatt 70 abgezogen. Der stellvertretende Kinoleiter richtete dann die Lage, hänfigte mir die Cola aus und versprach, die 70 Punkte manuell abzuziehen.
Der Film war toll, doch beim Herausgehen war schon ein “So ein Vollidiot” zu hören. Als ich den Saal verließ, echauffierte sich ein Mann nahe der 50 beim Personal, dass er doch in einem Kinofilm das Recht habe, Popcorn zu essen und sich nicht dafür beschimpfen lassen musste. Ich ging auf Toilette, beim Verlassen hörte ich den Mann immer noch lautstark mit dem Personal diskutieren. Dieses hatte Schwierigkeiten, sich ein Grinsen zu verkneifen und versuchte, dem Herrn klar zu machen, wie man Popcorn im Kino am Besten isst, ohne Andere zu stören.
Ja, der Besuch des Cinemaxx an der Nikolaistraße ist immer lohnenswert. Nur Filme schauen, das kann man da definitiv nicht gut.
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